Praktikumsbericht Pia Schöpf

September 2013

Pia, meine PraktikantinMein Vater lag mir früher ständig in den Ohren: „Kind, mach was Gescheites! Such dir einen anständigen Job. Einen durch den du finanziell abgesichert bist und von dem du gut leben kannst.“

Ob ich in Zukunft so einen Beruf finden werde? Das steht wohl noch in den Sternen. Eines weiß ich aber sicherlich: Ich werde einen Beruf ausüben, der mir Spaß macht.

Sehr viel Spaß bereitet mir das Schreiben. Schon früh habe ich gemerkt, dass ich meine Gedanken und Gefühle besser auf einem Blatt Papier bzw. in schriftlicher Form zum Ausdruck bringen kann, als durch die bloßen Worte aus meinem Mund. So habe ich angefangen immer mal wieder kleinere Kurzgeschichten zu schreiben um unter anderem, die teils sehr  „wirren“ Gedanken in meinem Kopf, festzuhalten. Man könnte sagen: Schreiben ist für mich, wie Selbsttherapie.

Eines schönen Tages habe ich mir dann tatsächlich mal Gedanken gemacht, was in Zukunft  aus mir werden soll(man wird ja schließlich auch nicht jünger,  nicht wahr?  J)

Der Gedanke eine Karriere als Autorin zu beginnen, klang sehr spannend für mich, obwohl ich mir sicher war, dass es mit viel Arbeit und bestimmt auch einigen Rückschlägen verbunden sein würde. So kam ich auf die Idee, das Internet nach möglichen Praktikumsplätzen in diesem Bereich zu durchforsten und ich kann euch sagen: So leicht war das gar nicht.

Schließlich bin ich dann auf die Homepage von Katja aufmerksam geworden. Ich muss zugeben, ich hatte zuvor noch nichts von ihr, noch von ihren Büchern gehört, dennoch beschloss ich mal eine Anfrage zu versenden, da ich ohnehin für meinen Studiengang noch ein zweimonatiges Pflichtpraktikum benötigte. Ich erhielt auch sehr schnell Antwort von Katja aber leider auch die Mitteilung, dass sie Praktikanten nur für zwei Wochen nehmen könne. Trotzdem wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und so habe ich mich für ein freiwilliges Praktikum beworben. Ich schickte ihr ein paar Infos zu meiner Person und eine Leseprobe und konnte mich schließlich über einen Praktikumsplatz freuen. Gleich darauf habe ich auch den Thriller Libellenfänger gelesen, den ich jedem jungen Thriller-Fan mit gutem Gewissen ans Herz legen kann.

Am 16. September trat ich dann zu meinem ersten Praktikumstag an. Nachdem ich, nach einigen wirren Umwegen (die Waldwege sehen aber auch alle gleich aus ^^), mein Ziel erreicht hatte wurde ich herzlich von Katja aufgenommen. Ich bekam einen „eigenen“ Schlüssel und mein „eigenes“ kleines Zimmer, in dem ich in Ruhe arbeiten konnte. Katja hatte bereits einige Aufgaben für mich zusammengestellt, denen ich mich in den kommenden Wochen widmen sollte. So suchte ich Information über den lateinamerikanischen Staat Ecuador heraus und lernte nebenbei einige spanische Vokabeln kennen, die Katja in ihrem neuen Roman verwenden wollte. Ebenfalls durfte ich mich als Lektor versuchen und mich durch die ersten fünf Kapitel eines Krimis „korrigieren“. Katja gab mir hierzu auch einige nützlich Tipps, die ich bei der Arbeit als Lektor beachten müsse. Des Weiteren lernte ich einiges über Umweltschutz und darüber, wie gefährlich gerade der hohe Plastikverbrauch in unserer Gesellschaft für den Lebensraum Ozean ist. Mit meinem Wissen erstellte ich schließlich eine Liste, bestehend aus zehn Punkten, die ein ganz normaler Bürger gegen die Umweltverschmutzung tun und somit dem Ökosystem Meer helfen kann.

Aber auch meine eigenen Interessen kamen nicht zu kurz. Ich verfasste innerhalb der zwei Wochen insgesamt drei Kurzgeschichten für diverse Wettbewerbe, für die Katja sich stets die Zeit nahm, um sie zu lesen und mir noch zusätzliche, nützliche Tipps zu geben.

An meinem vorletzten Tag durfte ich Katja schließlich noch auf eine Lesung begleiten, die im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Sommer- Leseclubs stattfand. Lesen sollte sie aus ihrem Thriller Und keiner wird dich kennen. Auf der Fahrt dorthin erklärte sie mir noch den genauen Ablauf: Wie lange dauert eine Lesung? Wie wird man gebucht? Wie ist die Bezahlung? Welche Passagen soll man vortragen, damit das Publikum einen möglichst guten Überblick erhält aber dennoch die Pointe des Buches noch nicht verraten wird? Dies alles waren Fragen, die mich interessierten, da ich selbst noch nie an einer Lesung teilgenommen hatte, geschweige denn etwas über die Organisationsabläufe davor wusste. Die Lesung war ein voller Erfolg. Die jungen Leser hatten viele Fragen und man merkte, dass es Katja richtig Spaß machte über ihren Beruf und ihre Bücher zu erzählen. Ein Autogramm am Ende durfte da natürlich nicht fehlen J

Nach der Lesung wurde noch gemeinsam gegessen. Ein kleines Abschiedsessen, gezaubert von ihrem Mann, als „Belohnung“ für die Hilfe in den zwei Wochen. J

 

Mein Fazit:

Das Praktikum hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe viel über den Beruf eines Autors erfahren und konnte, im Bezug auf meine eigenen Geschichten, nützliche Tipps mit nach Hause nehmen. Ich danke Katja ganz herzlich für diese Möglichkeit, für das signierte Exemplar von Nachtlilien und auch dafür, dass ich durch sie meine Leidenschaft zu Samba Haselnusscreme entdeckt habeJ. Ich wünsche ihr und ihrer Familie alles Gute für die Zukunft und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja schneller wieder, als man denkt.

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