Praktikumsbericht Alexandra Mentzel

Januar 2015

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Alexandra (im Bild hinten)

Es kommt wahrscheinlich alles von den langen Stunden bis spät abends, als meine Mutter mir und meinem Bruder immer die wildesten und auch teils sehr kuriosen Geschichten erzählt hat, von denen mir bis heute viele im Gedächtnis geblieben sind. Von dort an malte ich mir selber fremde Welten und Wesen, Landschaften und Menschen in meinem Kopf aus und brachte sie irgendwann auch mal auf Papier. Mit ca. dreizehn Jahren begann ich dann mit meinem ersten Roman und die Figuren wuchsen mir so ans Herz, dass ich die Geschichte immer weiter ausschmückte. Zunächst nur für mich selber, aber irgendwann tat sich der Wunsch in mir auf, sie zu teilen. So kam meine Mutter darauf. Und wie sie so ist, war sie sofort Feuer und Flamme und wollte sich unbedingt möglichst viel über meine neue Leidenschaft informieren.
So erfuhr ich von der Praktikumsmöglichkeit bei Katja. Und als ich dann die Zusage bekam, war meine erste Reaktion, singend durch mein Zimmer zu tanzen, selbstverständlich nicht, ohne mir mein Knie an der Bettkante anzuschlagen.

Mein Vater fuhr mich hin und am gleichen Tag erforschten wir noch ein bisschen das Gebiet, um uns dann auf die Suche nach Katjas Haus zu machen, damit ich am nächsten Morgen nicht so viel Stress haben würde. Fazit: Wir irrten eine Stunde durch die Kälte. Schließlich fanden wir es aber doch, mit der Hilfe einer freundlichen älteren Dame, die ziemlich gut zu Fuß war.
Nach der ersten Nacht, alleine in meinem Hostelzimmer ging es dann am nächsten Tag los. In dem gemütlichen Haus an der Straßenecke traf ich nicht nur das erste Mal Katja persönlich, sondern auch meine Mitpraktikantin Vanessa. Es war gut, jemanden an seiner Seite zu haben, manchmal wussten wir nämlich nicht ganz, was jetzt machen und die Unsicherheit wurde dann einfach durch Lachen weggeblasen. An dieser Stelle ( Hi Vanessa^^).

Während meiner Zeit an diesem schönen Holztisch hier habe ich einiges lernen können. Wie man zum Beispiel am besten einen Klappentext schreibt, vor dem ich mich schon ewig gedrückt habe. Außerdem, was ich sagen soll, wenn jemand mich frägt, worum es denn in meinem Buch geht, ohne die Person hoffnungslos mit Informationen zu überschütten, die keinen richtigen Zusammenhang ergeben. Und, dass Katjas Mann und Sohn genauso gut sind in Titelvergabe wie ich 😉 . Am meisten fasziniert haben mich die Figureninterviews, man erfährt Dinge über seine Charaktere, die man vorher selbst nicht wusste und in meinem Fall ergab sich durch einen Logikfehler ein interessanter Konflikt in der Geschichte.
Schlussendlich kann ich sagen, egal ob ich Schriftsteller zu meinem Hauptberuf machen werde oder ob meine Bücher ankommen oder nicht, ich werde auf jeden Fall weiter damit machen, mir immer wieder neue Dinge in meinem Kopf auszumalen und sie dann auf Papier zu bringen, denn ich liebe es einfach, wie die Geschichte in meinen Gedanken nach und nach echt wird und mir die Charaktere helfen, mich manchmal selbst wieder zu finden.

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an dich Katja (Sylvia), dass du so etwas machst und jungen Leuten, die gerne schreiben die Hoffnung gibst, dass sie das durchaus auch zu ihrem Beruf machen können, wenn sie so diszipliniert und offen sind wie du.

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