Praktikumsbericht Henrik J. Nowak

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeptember 2015

Einen besseren Einstieg in die Welt des Schreibens hätte ich mir nicht ausdenken können. Katja und ihre ganze Familie (sogar ihre Katzen) empfingen mich mit offenen Armen (und Pfoten).

Die von Anfang an persönliche aber trotzdem professionelle Atmosphäre gefiel mir sehr und war eine gute Grundlage um produktiv arbeiten zu können.

Das produktive Arbeiten ging auch schon gleich am ersten Tag los. Bei meinem Einführungsgespräch mit Katja bekam ich gleich einen Überblick darüber, was ich alles in den nächsten zwei Wochen zu bewältigen hatte. Das sah erstmal nach viel Arbeit aus und ich machte mir Sorgen ob ich überhaupt alles in zwei Wochen schaffen würde. Doch Katja gab mir gute Instruktionen und war immer da wenn ich eine Frage hatte.

Am spannendsten fand ich es mir Nebencharaktere für ihren neuen Roman auszudenken. Obwohl das in der Entstehung mit viel Recherche verbunden war. Gleichzeitig fand ich es toll, dass Katja mir eine so verantwortungsvolle Aufgabe gleich zu Anfang überlassen hatte. Denn bis dahin hatte sie nur den Auszug einer Kurzgeschichte gelesen mit dem ich mich bei ihr beworben hatte. Der Vertrauensvorschuss gab mir die Sicherheit ein bisschen herumzuexperimentieren und die Grenzen meiner Ideen auszutesten. Die Arbeit machte mir immer mehr Spaß und ich hatte auch das Gefühl, dass das ich mit der Zeit besser darin wurde und die Charaktere komplexer gestalten konnte. Es macht mich stolz, dass ich zu einem Projekt von einem Profi wie Katja etwas beisteuern konnte.

Noch verantwortungsvoller war die Aufgabe, das Zeitschriften Kapitel von Katjas Autoren-Handbuch (das bald in der 8. Auflage erscheint) zu aktualisieren. Das hat allerdings nicht so viel Spaß gemacht und war streckenweise ganz schön zäh. Nichts desto trotz war es eine wichtige Aufgabe die mir die Erkenntnis verschafft hat wie verschieden die Aufgaben eines Autors sein können. Neben den kreativen Prozessen gibt es auch Formalien und organisatorische Hindernisse die bewältigt werden müssen wenn man erfolgreich arbeiten will. Manchmal war ich am Rande des Wahnsinns, wenn ich eine Ewigkeit im Internet nach einer Zeitschrift suchte nur um dann festzustellen, dass keine neuen Ausgaben geplant waren. Aber sowas gehört wohl dazu. Außerdem half es dabei die anderen Aufgaben die mit mehr Spaß verbunden waren wertzuschätzen.

Aber natürlich bestand das Praktikum nicht nur daraus, Katja bei ihren Projekten zu unterstützen. Die Hälfte der Zeit verbrachte ich damit an meinen eigenen Geschichten zu basteln. Katja half mir dabei maßgeblich und ich hatte die eine oder andere augenöffnende Erfahrung. Die Erzählung aus der der Auszug stammte, mit dem ich mich bei Katja beworben hatte, las sie gleich ganz und lektorierte sie sogar für mich. Das gab mir wichtige Hinweise. Einerseits bezogen auf meinen Schreibstil und andererseits darauf wo die Schwächen in meinem Plot lagen. Als ich andeutete dass ich gerne Drehbücher schreiben würde bekam ich gleich einen Berg Fachliteratur und ein paar gute Tipps von Katja. Sie gab mir zusätzlich die Aufgabe eine Drehbuchszene zu einem Thema das sie mir vorgab zu schreiben. Nachdem Katja die Szene gelesen hatte ermutigte sie mich dazu eine Fortsetzung der Kurzgeschichte, die sie für mich lektoriert hatte, in Form eines Drehbuchs zu schreiben. Ich zeigte ihr mehrere verschiedene Anfänge die ich vor dem Praktikum schon geschrieben hatte mit denen ich aber nicht weitergekommen war. Wir tauschten uns darüber aus was mit den bisherigen Texten noch nicht so ganz stimmte. Anschließend baute ich mit ihren Tipps einen neuen Plot und begann zu schreiben, was mit dem neuen Plot auf einmal wie von selbst ging. Nach dem Motto „writing is rewriting“ analysierten wir zusammen jede neue Version und jeden Fortschritt meines Skripts. Und so wurde durch Katjas Hilfe die Handlung von Tag zu Tag vorangetrieben und verbessert. So vergingen die zwei Wochen wie im Flug.

Während unserer Gespräche gab mir Katja neben kreativen und „ handwerklichen“ Tipps auch Ratschläge für das „Business“. Die handelten von Lektoren und Agenten bis hin zu wie man als Autor sein Geld verdient und wie man seinen Roman in die Läden bekommt (und in welcher Form man dann an seiner Veröffentlichung verdient).

Ich kann wirklich sagen, dass ich über die zwei Wochen eine Menge gelernt habe und ein viel besserer Schriftsteller geworden bin. Natürlich habe ich immer noch sehr viel zu lernen und bin immer noch etwas grün hinter den Ohren. Aber dank Katja konnte ich jetzt schon die ersten eigenen Schritte gehen. Wofür ich mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bedanken möchte.

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