Praktikumsbericht Stefanie Link

Foto Stefanie_Link smallJuli 2016

Vor zwei Wochen blickte ich einem „Praktikum im Zeichen der Fantasy“ voller Neugier und Spannung entgegen –so hatte Katja es in einer Mail vorausgesagt. Na ja, eigentlich fieberte ich dem Praktikum schon länger entgegen. (Sogar einen Countdown hatte ich eingerichtet.) Aber das zähle ich jetzt einfach nicht mit, weil das länger dauern würde und ich Mathe weder kann noch mag.

Jetzt, zwei Wochen später, die so unglaublich schnell vorbeigezogen sind, streicht Leon mir schnurrend um die Beine, eine der gewohnten Streicheleinheiten einfordernd.

Der Kater ist nur einer der Faktoren, die mir ein Feeling von ‚Autoren-Dasein‘ vermitteln, wie ‚man‘ es sich vorstellt.

Ich sitze am Computer und überlege, was ich schreiben soll. Nebenan hört Katja ihre Musik, die ihr Schreiben untermalt. Das weiß ich, auch wenn ich gerade selbst über Kopfhörer meiner eigenen Schreibplaylist lausche und in ‚meinem Arbeitszimmer‘ mit in die Hand gestützten Kinn überlege, was ich meine Finger als nächstes in die Tasten tanzen lassen soll. Berichte schreiben ist eines der schwierigsten schriftlichen Dinge für mich. Neben Zusammenfassungen.

Aber es gibt auch so viel zu erzählen. Weil auch so viel passiert ist und ich so viel gelernt habe. Über das Autoren-Leben, Lesungen, Lektorate, das Entwickeln von Figuren, Agenturen. Ja, ich habe tatsächlich Katjas Agenten getroffen in diesen zwei Wochen. –Ein möglicher Stressgrund in der Zukunft schon mal beseitigt.

Sogar in einem Café habe ich in meiner Zeit hier mal geschrieben, wovon ja viele Autoren so schwärmen. Nachvollziehbar, wenn ich so darüber nachdenke …

Doch ich schweife ab. Ich hab’s ja gesagt, Berichte und ich.

Am meisten ging es bei diesem Praktikum wohl wirklich um Planung und Entwicklung: Figuren, Kulturen, Fantasywesen und –pflanzen. Spannend für mich, die ich doch die Vorbereitungsphase eines Romans normalerweise eher… kurz halte.

Durch die Augen der Nebenfiguren, die ich für Katja entwickelt habe (es sind drei für „Das dunkle Wort“ und mehr wird nicht verraten… mal sehen, was von ihnen übrig bleibt) habe ich die in ihrem Exposé schon erwähnten Charaktere näher und von anderen Seiten kennengelernt; dasselbe ist es mit den Hauptcharakteren meines eigenen „Projekts“.

Nicht zu vergessen, dass ich erstmals gewollt schlecht geschrieben habe. Nämlich schlechte Beispiele dafür, wie man Jugendslang nicht verwenden sollte. Ein komisches Gefühl, schlecht zu schreiben. Natürlich bleibe ich nicht dabei, bloß keine falschen Schlüsse!

Generell hat mich dieses wahnsinnig faszinierende ‚meeega voll tolle‘ (kurze Info: das ist nicht cooler Jugendslang, aber null Ironie) Praktikum inspiriert und überzeugt, dass ich beim Schreiben bleibe. Vermutlich hätte ich Notizbuch-Natter eh keine andere Chance: es ist eine Sucht …

Und wer weiß, vielleicht werde ich auch mal bei einem echten Verlag anlanden können, damit meine Fantasybücher nicht nur in einem virtuellen Regal verstauben. Anklopfen werde ich wohl auf jeden Fall –oder versuchen, mir die Tür von einem Agenten öffnen zu lassen.

Tja, alles Weitere würde jetzt wohl tatsächlich zu weit führen. Noch mal durchgescrollt, Fehler korrigiert […] ja, kürzer kriege ich es echt nicht hin. Das muss reichen. Leon muss jetzt seine Streicheleinheit kriegen, sonst huscht er gleich ohne Blick zurück zur Tür hinaus. Eine echte Motivation, sich kurzzufassen. -^.^-

Liebe unbekannte Grüße an alle früheren und künftigen Praktikanten Katjas!

Wer weiß, vielleicht lest ihr ja noch in guter Erinnerung oder schon in Vorfreude, was eure Nachfolgerin/Vorgängerin hier fabriziert 🙂

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