Praktikumsbericht Clara Eckl

Clara Eckl

Februar 2019

,,Nur wer von Herzen negativ denkt, kann positiv überrascht sein” ist definitiv eines meiner Lieblingszitate von Albert Einstein. Warum? Wie ich finde, passt dieser Spruch perfekt zu meiner persönlichen Einstellung. Normalerweise gehe ich nämlich immer vom schlimmsten aus, damit ich a) nicht enttäuscht bin, wenn es tatsächlich eintritt oder b) mich total freuen kann, wenn etwas Positives passiert. So war es auch bei meiner Bewerbung für dieses Praktikum. Ich habe mich bemüht, mir keine allzu großen Hoffnungen zu machen, als ich dann aber die Zusage bekommen habe, war ich einfach nur sprachlos. Mindestens drei Mal habe ich die Mail gelesen, bis ich die gute Nachricht richtig begreifen konnte. Aber dann war ich einfach nur happy!

Am 18. Februar ging es dann endlich los. Zwar spielte die S-Bahn nicht von Anfang an mit und ich konnte erst um 9:30 in Olching sein, aber dort wurde ich nichtsdestotrotz mit offenen Armen empfangen. Ohne lange um den heißen Brei herumzureden, bekam ich meine Aufgaben für die Woche und konnte direkt loslegen.

Über diese war ich anfangs ein wenig überrascht, denn obwohl ich das schon auf der Homepage und in einigen älteren Praktikumsberichten gelesen hatte, wurde mir erst dann so richtig bewusst, wie viel Zeit ich zur Verfügung hatte, um an meinem eigenen Projekt weiterzuarbeiten. Und die anderen Aufgaben waren ebenso verbunden mit Kreativität und/oder wertvoller Erfahrung.

Egal ob es um das Erstellen von Nebencharakteren, das Feedback zu einer Lesung oder das Basteln von Woodwalkers-Ketten ging, alles war ebenso lehrreich wie interessant.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, war das Einscannen von zahlreichen Leserbriefen, weil es wirklich faszinierend war zu sehen, wie viel die Bücher den Lesern bedeuten und was sich da für eine treue Fangemeinde aufgebaut hat.

Und wenn ich nicht gerade auf diese Art und Weise beschäftigt war, ließ ich meine Gedanken und Finger tanzen. In dieser Woche war ich beim Schreiben so fokussiert wie noch nie und konnte meinen kreativen Ideen beinahe ununterbrochen freien Lauf lassen. Deswegen stand ich dann am Ende der Woche mit einem recht großen persönlichen Fortschritt und einem umfassenden Feedback da, das ich jetzt in meinen Ferien auf mein Projekt anwenden kann und werde.

Ich habe aber nicht nur so einiges über den Alltag eines Schriftstellers gelernt, sondern auch ziemlich viel über mich selbst. Meine Stärken, meine Schwächen, meine Grenzen. Was kann ich, was muss ich verbessern? Was das Schreiben angeht, habe ich meine Grenzen auf jeden Fall neu entdeckt, weil ich in der Woche meines Praktikums extrem viel Neues gemacht habe, von dem ich zum Teil auch niemals gedacht hätte, dass es mir so viel Spaß machen würde.

Außerdem kann ich mich jetzt auch joggend im Halbschlaf mitten im Nirgendwo zurechtfinden, wenn die S-Bahn mal einfach nicht mehr weiter fährt und ich bin mehrmals über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mich unterwegs mit ein paar Menschen unterhalten, obwohl ich mich das sonst niemals getraut hätte (an dieser Stelle hi an die nette Studentin mit den blauen Haaren 🙂 ).

Deswegen kann ich abschließend bloß sagen: Danke für alles und noch viel mehr!

 

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