Alle Beiträge von Katja

Khyona-Zusatzinfos

Bei meiner dreiwöchigen Recherchereise in Island habe ich nach Orten gesucht, die zum Roman passen – und bin fündig geworden!

 

Khyona liegt in meiner Vorstellung am südlichen Ufer des Sees bei Thingvellir, ich konnte es auf dieser Ebene förmlich vor mir sehen.

Hier breitet sich in Isslar die Stadt Khyona aus …
Blick über den See, an den Khyona grenzt

Es gibt insgesamt fünf Tore zwischen Isslar und der Menschenwelt. Für jedes braucht man eine andere Beschwörung, und die Sprüche werden von der Fürstin nicht gerade jedem verraten. Bekommt man allerdings den Auftrag, hindurchzuschreiten, erfährt man sie. Es ist streng verboten, dass Menschen dieses Reich betreten (zurzeit kann nur jemand, der Isslarer Blut hat, kann die Portale durchschreiten). Das Wissen um Lage und Öffnungsformel der Tore werden sorgfältig gehütet. Außerdem werden die Portale rund um die Uhr bewacht … und nicht (nur) von Menschen.

  • Im Talkessel von Dyradalur

    Das grüne Tor – ist in einer grün überwachsenem Talkessel namens Dyradalur in der Nähe des Berg Hengill. Etwa einen zwei- bis dreistündigen Ritt entfernt von Khyona. Im Talkessel liegt ein großer Felsbrocken, es ist ein Elfenstein, also bitte Vorsicht. Im realen Island ist dort ein kleiner Parkplatz, ein hölzerner Picknicktisch und der Beginn eines Wanderwegs, der in eine Schlucht hineinführt.

    Ein Stück den Hang hoch, bei den Felsen rechts ist das Grüne Tor

    Diesen Weg geht man etwa hundert Meter weiter, dann muss man sich scharf links wenden und den grün bewachsenen Hügel hochklettern, dort oben ist ein Felsen, der das Tor enthält. Dieses Tor ist nur zur Mittagszeit offen, also wenn die Sonne am höchsten steht. Torformel: Shi´karan ellswor wunyalish hiyanur fridaselik dragar xanthiar mutabel loram eydur shi´karan. Benutzung auf eigene Gefahr!

  • Das Blaue Tor

    Das blaue Tor – Auf der Halbinsel Vatnsnes auf der anderen Seite der Insel. Es ist ein einsam an der Küste stehendes Felsentor, einer der Durchgänge ist magisch. Es ist nur bei Flut offen, d.h. man bekommt nasse Füße oder muss durchs Meer waten, bis man das Tor erreicht hat.

  • Dort bei den Felsen befindet sich das Goldene Tor

    Das goldene Tor – Drei Kilometer außerhalb von Akureyri auf der Straße 1 nach Westen. Dort, schräg gegenüber des Campingplatzes Lonsa, ist ein Vogelschutzgebiet am Rande des Fjordes, in dem sich das felsige Tor befindet. Es ist nur in der Abendsonne offen.

    Das Schwarze Tor
  • Das schwarze Tor in Skaftafell am Wasserfall Svartifoss, eine halbe Stunde Fußmarsch von Besucherzentrum Vatnajökull entfernt. Die Basaltsäulen des Wasserfalls bilden das Tor, es ist nur um Mitternacht geöffnet.

    Das Gelbe Tor riecht ziemlich nach Schwefel …
  • Das gelbe Tor – In der Nähe des Sees Myvatn, in der Nähe eines Vulkankraters. Dort ist eine Öffnung, die wie eine Eiterbeule aussieht, groß, als könnte man mit einem Karren hineinfahren. Schwefel färbt es gelblich, aber man findet auch weiße und bläuliche Gesteine dort. Da es heiß ist und nach Schwefel stinkt, ist dieses Tor unbeliebt. Es ist bei Sonnenaufgang offen.
  • Früher gab es noch ein weißes Tor, aber es wurde stillgelegt, weil ein Gletscher darübergewachsen war und es beim Durchgang zu einem tödlichen Unfall kam (ein Reisender war unter dem Gletscher eingequetscht)

Antworten auf häufige Fragen

Wann kommen die nächsten Woodwalkers-Bände?

Band 5 erscheint am 8. Juni, Band 6 am 8. Januar, der erste Seawalkers-Band erscheint wieder am 8. Juni und so weiter …

Wird Woodwalkers verfilmt?

Im Moment ist noch keine Verfilmung geplant. Falls es doch mal eine gibt, gebe ich das natürlich hier auf der Homepage bekannt, so dass ihr euch zu einem Casting anmelden könnt. Ich selbst kann so eine Verfilmung nicht stemmen, das macht eine Produktionsfirma.

Was für ein Tier bin ich/was für eine zweite Gestalt hätte ich?

Um das herauszufinden, kannst du den Selbsttest machen (den du auch unter „Woodwalkers Infos“ findest.)

Wie bekomme ich eine Autogrammkarte (für mich und bei einer Buchvorstellung für meine ganze Klasse)?

Schreib mir einfach per Mail (KatjaBrandis@web.de), was du gerne hättest und wie dein voller Name sowie deine Postadresse lauten. Ich schicke die Karten dann so bald wie möglich los. Von Woodwalkers habe ich leider nur das Motiv von Band 1.

Wie kann ich einen Kommentar auf deiner Homepage hinterlassen?

Einfach eingeben und abschicken. Der Kommentar erscheint erst, wenn ich als Moderatorin ihn freigegeben habe, du brauchst ihn also nicht nochmal abschicken. Bitte nicht mehr als fünf Kommentare die Woche!

Wird es weitere Staffeln geben?

Bisher sind nur die „Seawalkers“ fest mit dem Verlag vereinbart, aber weitere Staffeln („Windwalkers“) sind natürlich möglich, wenn weiterhin so viele Leute meine Romane kaufen und lesen!

Ich schreibe selbst, hättest du Tipps für mich?

Aber klar doch, schau mal hier:  http://www.katja-brandis.de/kategorie/schreibtipps/

Was für eine zweite Gestalt hättest du (Katja Brandis)?

Ich wäre ein Falke oder Delfin!

Wie bist du auf die Idee zu Woodwalkers gekommen?

Die Idee kam mir im Yellowstone-Nationalpark. Dort haben wir wahnsinnig viele Tiere gesehen, unter anderem Bisons und Wapitis, und ich wusste, dass es auch Pumas dort gibt. Ich kam ins Nachdenken, wie es wäre, dort als Gestaltwandler zu leben, der einerseits ein Puma ist, sich aber andererseits in einen Menschen verwandeln kann …

Mehr Informationen findest du unter dem Menüpunkt „Woodwalkers Infos“!

Khyona – Im Bann des Silberfalken

Arena Verlag Juli 2018, 480 Seiten, 18 Euro

Der Islandurlaub mit ihrer neuen Patchworkfamilie ist genauso anstrengend wie Kari sich das vorgestellt hat. Doch als ihr ein silberner Falke begegnet und sie ins Reich Isslar gebracht wird, verändert sich alles. Ehe Kari sich versieht, steckt sie mitten in einer magischen Welt voller Trolle, Eisdrachen und Elfen, in der Geysire über das Schicksal entscheiden und ein geheimnisvoller junger Mann über die Vulkane der Insel herrscht. Doch warum ist sie hier? Als Kari herausfindet, dass sie einer jungen Assassinin zum Verwechseln ähnlich sieht, die im Auftrag der Fürstin einen Mord begehen soll, steckt sie bereits in gewaltigen Schwierigkeiten …

„Fantasy-Hochspannung vor atemberaubender Kulisse.“
Andreas Eschbach

Hier geht´s zur Leseprobe!

Fortsetzung: Der Roman ist in sich abgeschlossen, aber es geht im Herbst 2019 weiter mit einem zweiten Khyona-Band!

Leseprobe „Khyona – Im Bann des Silberfalken“

Aus dem 11. Kapitel Elfenkaffee

„Kannst du mir erklären, wie man Elfen beauftragt, Bjarni?“, fragte Kari ihren jungen Diener.
Er blickte sie an, als versuche sie ihn für dumm zu verkaufen. „Man sagt ihnen einfach, was man will. Manchmal machen sie es sogar.“
„Aber wo findet man sie?“, hakte Kari ein bisschen verzweifelt nach.
„Ach, das ist kein Problem. Sie sind eigentlich überall.“
Kari stöhnte.
„Bist du krank? Soll ich dir ein paar Heilkräuter vom Medikus holen?“, fragte Bjarni mitfühlend.
„Nein“, sagte Kari, klappte das Kräuterbuch zu, klemmte es sich unter den Arm und stand auf. „Wir gehen jetzt Elfen suchen. Oder irgendwelche anderen Leute aus dem Huldufólk.“ Das verborgene Volk. Sie hatte in einem Reiseführer gelesen, dass die nichtmenschlichen Wesen, die angeblich Island bevölkerten, so genannt wurden. Offenbar ahnte niemand, dass sie die meiste Zeit in Isslar herumhingen.
Bjarni führte sie aus der Stadt heraus, am Seeufer entlang und dann kreuz und quer durch die Hügel, wobei er ständig vor sich hinpfiff – „sie mögen Musik, meine ist allerdings nicht sehr gut“ – und sich vor jedem zweiten größeren Stein verbeugte: „Manchmal haben sie Lust, dir zu erscheinen, und manchmal nicht.“
Kari fiel der Felsklotz ein, der im Talkessel gelegen hatte, wo sie die Leute aus Isslar zum ersten Mal getroffen hatte. „Beim Grünen Tor ist auch so eine Elfenbehausung, oder?“
Doch das war die falsche Bemerkung gewesen, Bjarni zuckte zusammen. „Wir reden nicht über die Tore!“
„Schon gut, ich höre auf.“ Kari vergrub die Hände in den Taschen ihrer Allwetterjacke und versuchte, ihre Enttäuschung nicht zu deutlich zu zeigen. Vielleicht konnte sie den Weg selbst finden, wenn sie ein Pferd hatte? Sie würde die Fürstin um eins bitten. Aber was nützte es, wenn sie das Tor fand, jedoch die Beschwörung nicht wusste, mit der man hindurchkam? Vielleicht wussten die Elfen die Formel, vielleicht konnte Kari sie als Verbündete gewinnen.
Inzwischen war es wieder Abend geworden, doch es war noch längst nicht dunkel, außerdem war zurzeit Vollmond. Als die drei zierlichen Gestalten hinter einem Felsen hevortraten, sah Kari sie deutlich. Auf den ersten Blick wirkten sie menschlich, sie trugen ganz gewöhnliche Kleider oder Hosen, doch sie gingen Kari nur bis zur Hüfte und ihre Bewegungen waren tänzerisch, fast schwebend. Kari verbeugte sich vor ihnen und das fanden sie offenbar sehr witzig, sie verbeugten sich eifrig und übertrieben zurück, zwei von ihnen kicherten hoch und flötend.
„Wen hast du denn da mitgebracht, Bjarni, sie ist groß wie ein Klotz, das ist sie!“
„Oh, danke“, gab Kari zurück – so direkt hatte sie lange niemand mehr auf ihre Figur angesprochen! „Ich komme aus der Draußenwelt und bin hier nur zu Gast.“
Aufgeregtes Flüstern war die Folge.
„Wir waren gestern erst dort“, erzählte die Elfe und hob ihr schmales Handgelenk. Daran baumelte eine schwere, goldene Rolex, die viel zu groß dafür war. „Schaut, schaut alle, das hat jemand verloren! Es glänzt so schön.“
Verloren, dass ich nicht lache, dachte Kari, doch das war nicht der Grund, warum ihr Herz auf einmal losraste wie verrückt. „Seid ihr durchs Tor gegangen? Kennt ihr die Beschwörung, die man dafür sprechen muss?“
„Tor!“, rief eine andere Elfe verächtlich, sie hatte Augen von der silbriggrauen Farbe des Mondlichts und hatte sich einen Grashalm hinters Ohr gesteckt. „Sie weiß es nicht! Fiii, nein, wozu brauchen wir denn die Tore?“
„Sie können einfach so zwischen den Welten wechseln“, informierte sie Bjarni.
Kari schöpfte Hoffnung. Wenn diese Wesen kein Tor brauchten, einfach so rüberkonnten … dann konnte sie ihnen vielleicht eine Nachricht an ihre Familie mitgeben! Aber das war brandgefährlich, eine solche Botschaft konnte sie auffliegen lassen, erst musste sie sie besser kennenlernen.
„Das braune Wasser der Menschen schmeckt so gut“, seufzte der dritte Felsenbewohner, ein Elf. „Manchmal werfen sie Blütenkelche weg, in denen noch etwas drin ist!“
Nach einer Weile hatte sich Kari zusammengereimt, wovon die Rede war. Anscheinend schlürften die Elfen gerne Kaffeereste aus weggeworfenen Bechern von Touristen.
Kari hatte einen Geistesblitz. Sie holte die halbe Tafel Schokolade aus ihrer Jackentasche, brach ein paar Stücke ab und teilte sie aus. „Kennt ihr schon das hier?“
„Köstlich!“, schwärmte die Elfe mit der Rolex. „Ist das Ambrosia?“
„Nein, Vollmilch-Nuss.“
„Fiii, hast du noch mehr davon?“ Die Elfe mit den Mondaugen strahlte Kari an und legte verschmitzt den Kopf schief. Sie kletterte auf den Felsen und vollführte einen spontanen Tanz, der aussah, als wäre die Schwerkraft vorübergehend abgeschafft.
„Später“, sagte Kari und nibbelte an ihrem eigenen Schokostück. Sie hätte sich zu gerne eine ganze Rippe gegönnt, aber wertvolle Tauschware durfte man nicht als Trostfutter missbrauchen. Und der nächste Supermarkt war verdammt weit weg.
„Könnt ihr für uns etwas erledigen?“ Bjarni schob eine kleine Hand weg, die ihm seine Münze aus der Hosentasche klauen wollte. „Wir brauchen ein paar besondere Kräuter.“
Niemand hörte zu. Der Elfenmann und die Elfe mit der Rolex zogen sich gerade fauchend wie Katzen an den Haaren, anscheinend wegen der unterschiedlichen Anzahl der Nüsse in den Schokostücken.
„Mal langsam, Leute“, meinte Kari. „Regt euch ab, ja? Ich brauche eure Hilfe, könnt ihr etwas für mich finden?“
„Wir können alles finden, sogar das Glück und einen Regenbogen“, brüstete sich die dritte Elfe, die ihren Tanz beendet hatte und nun mit elegant gekreuzten Beinen auf dem Stein saß.
Kari seufzte. „Na dann schaut mal.“ Kurzerhand schob sie der Elfe das aufgeschlagene Buch unter die Nase und zeigte ihr die Bilder. „Das brauchen wir, und das und das.“
Ihre Gesprächspartnerin betrachtete die Bilder und zog das Näschen kraus. „Langweilig!“
„Es gibt noch mehr Schokolade, wenn ihr es mir bringt.“
„Fiii, wir bringen dir alles, bald sind wir wieder da!“ Schon huschten die drei davon, barfuß und auf Zehenspitzen über die rauen Lavabrocken hinweg, zwischen denen hier und da etwas Grün spross.
Bald? Bloß nicht, schließlich ging es darum, Zeit zu gewinnen!
„Es ist nicht eilig, kein Stress … und wenn ihr ein bisschen Glück entdeckt, dann bringt es bitte auch mit!“, rief Kari ihnen hinterher, doch die Elfen waren schon verschwunden.
„Gut, dass wir diese drei gefunden haben, die sind ganz nett“, erklärte Bjarni ihr auf dem Rückweg. „Die mit der Uhr heißt Sija, die andere war Tuli – sie tanzt unheimlich gerne – und der Elf wird Palo genannt. Auch gut, dass du nicht elfenscheu bist, so wie meine Mutter, sie meidet das huldufólk, als wäre es flüssige Lava! So, gehen wir zurück? Ich muss heim.“
Kari zögerte. Es war so schön hier oberhalb der Stadt, das letzte Sonnenlicht glänzte auf dem See und auf den Dächern von Khyona, selbst die Schwarze Burg mitten in der Oberstadt sah hübsch aus von hier. Die Luft war kühl, aber unglaublich rein und schmeckte frischer als Quellwasser. Über Kari wölbte sich der Himmel, in dem schon die ersten Sterne aufblinkten. „Ich glaube, ich bleibe noch ein bisschen hier. Diesmal finde ich allein zurück.“
„Bist du sicher?“
„Falls ich mich verirre, frage ich einfach jemanden nach dem Weg. Jorunnsgata 62, oder?“ Sie umarmte ihn kurz, was ihn etwas erschreckte, und schaffte es dabei, ihm eine ihrer Silbermünzen in die Tasche zu schmuggeln.
„Genau – aber frag keinen Gnom, der schickt dich in die falsche Richtung.“ Bjarni drückte sie ebenfalls, dann trat er einen Schritt zurück und legte als Abschiedsgruß die Hände mit gespreizten Fingern übereinander, das Zeichen der Schneeflocke. Kari beobachtete, wie er halb rennend, halb springend den Hügel hinablief.
Endlich allein! Kari atmete tief und schloss die Augen. Wenn ich sie wieder aufmache, bin ich wieder in meiner Welt, sagte sie sich, versprach es sich ganz fest. Dann ist dieser seltsame Traum vorbei, und ich muss nie wieder daran denken, dass ich so einen Mist zusammenfantasiert habe.
Doch als sie die Lider hob, fiel ihr erster Blick auf die Burg, die in der Oberstadt kauerte wie ein buckliges Tier. Das hier war eindeutig kein Alptraum, auch wenn es sich so anfühlte!

Woodwalkers 5 – Feindliche Spuren

Arena Verlag, 320 Seiten, 13,99 Euro
E-Book 10,99 Euro, Hörbuch 16,99.

Zurück an der Clearwater High wartet ein neues Abenteuer auf Carag: Das Berufspraktikum vor den Abschlussprüfungen steht an und der Pumajunge schließt sich einem Ranger an. Dabei haben er und seine Freunde gerade ganz andere Sorgen. Widersacher Andrew Milling gewinnt immer mehr Anhänger in seinem Kampf gegen die Menschen. Um denen zu helfen, gründen Carag und seine Freunde kurzerhand einen Secret-Ranger-Club. Aber können sie Milling so wirklich aufhalten? Und wo steckt eigentlich Frankie?

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Leseprobe Woodwalkers 5

Aus dem 3. Kapitel Eine seltsame Botschaft

Es war noch ein bisschen Zeit, bis James Bridger mich in seinem Büro erwartete, um mir und Jeffrey mitzuteilen, welche Strafaufgabe wir erfüllen mussten. Deshalb schlenderte ich in den Aufenthaltsbereich im ersten Stock, um eine Mail an Melody zu schreiben. Zwischen mir und meiner Pflegefamilie, den Ralstons, war noch immer etwas, das mir wie eine riesige Nebelwand vorkam. Eine, die kein Wort durchdringen konnte. Wir mussten uns bald aussprechen, aber zuerst wollte ich meiner kleinen Stiefschwester erklären, was passiert war.

Doch dazu kam ich nicht. Ein kaltes Prickeln überlief mich, als ich sah, dass eine sehr eigenartige Mail für mich eingetroffen war. Sie kam von Dellaconda Enterprises, einer Firma, von der ich wusste, dass sie Andrew Milling gehörte. Der Betreff lautete einfach „Neues“. War das wieder eine Warnung? Irgendein Ultimatum? Oder würde mein Computer sich einen fiesen Virus einfangen, wenn ich dieses Ding aufmachte? Wir hatten erst neulich in Menschenkunde durchgenommen, dass auch Geräte krank werden konnten.

Ich ging das Risiko ein und öffnete die Mail. Katzen sind nun mal furchtbar neugierig. Verblüfft starrte ich auf den Inhalt der Nachricht.

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Praktikumsbericht Monja Herold

März 2018

Jetzt sitze ich ihr, am vorletzten Tag, draußen ist ein Sonnenkuss-Tag (wie ich die Tage, an denen es sich anfühlt als ob die Sonne die Haut küsst, in meiner Geschichte gerne nenne). Mir kommt es vor als wäre es erst gestern gewesen, dass ich das Praktikum bei einer Autorin auf Katjas Internetseite entdeckt habe. Den ganzen Tag schreiben, kreativ sein, himmlisch habe ich mir das vorgestellt, und so ist es übrigens auch gewesen. Also wollte ich mich mit meiner ungewöhnlichen Geschichte bewerben. Ich hatte viel Bedenken, das wohl größte Problem war meines Erachtens mein Alter, mit 14 war ich noch viel zu jung, denn auf der Internetseite stand ganz klar, dass dieses Praktikum erst ab 16 ist. Als ich dann in einem anderen Praktikumsbericht auch noch las, dass ein anderer Bewerber es nicht geschafft hatte, wollte ich eigentlich aufgeben. Mein Papa redete mir so lange gut zu bis Ich meine Geschichte schließlich abschickte, an der Stelle, danke Papa, dass du immer so positiv gestimmt warst.

Ein paar Tage später hatte ich es tatsächlich geschafft, ich war angenommen und so glücklich. Dass das Praktikum in München war und damit ziemlich weit von meinem Zuhause in Düsseldorf entfernt, spielte zu diesem Zeitpunkt schon keine Rolle mehr. Meine ganze Familie unterstützte mich, wofür ich immer noch sehr dankbar bin, und schließlich hatten wir für diese zwei Wochen auch schon ein Ferienhaus gebucht.

Trotz der ganzen Vorfreude würde ich lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht aufgeregt war. Ich denke ich hatte wie jede Praktikantin vor mir dieselben Ängste. Ich hatte Angst, dass Katja mich nicht mögen würde (was sich im Nachhinein als vollkommen unnötig erwies), Angst, dass ihr vielleicht auch meine Geschichte letztendlich doch nicht gefallen würde oder, dass sie im Nachhinein vielleicht auch einfach mit meiner kompletten Arbeit nicht zufrieden wäre. Mit wackeligen Knien kam ich am ersten Tag hier an und bekam direkt mein eigenes Büro, lernte Katjas Sohn, ihren Mann und ihre drei Katzen kennen und anschließen gab sie mir ein paar Aufgaben die ich im Laufe der zwei Wochen bearbeiten sollte. Schnell wurde mir klar das alle meine Ängste unberechtigt waren, denn Katja ist wirklicher ein netter sympatischer Mensch.

Eifrig machte ich mich dran, zwischendurch wurde ich von dem lieben rotem Kater Leon besucht, der mich auch an meinen Kater Ginger erinnerte. Selten verirrte sich auch mal eine der anderen beiden Katzen zu mir, die wie auch Leon  immer mit Freude von mir empfangen wurden. Wenn Leon kam, legte er sich auf meinen Schoß und hörte mir endlos lange beim Tippen zu. Auch die Mittagspausen waren nie langweilig für mich, wir hatten immer genug zu besprechen. Manchmal las ich ihr meine Geschichte vor und sie kritisierte oder sagte was ihr gefiel, was mich unheimlich weiterbrachte und wodurch ich auch sicherer wurde. Denn schließlich ist Katja mit ihrem Bestseller Woodwalkers ein echter Profi und weiß was den Leuten gefällt und was nicht. Zweimal diente ich als Ersatzzuschauer ihrer Lesungen und lieferte ihr in den wichtigen Generalproben meine Meinung ab.

Die erste Woche verbrachte ich damit, Khyona (Meine Rezension dazu, findet ihr übrigens auch hier irgendwo), ein Buch von Katja was ich als eine der ersten Lesen durfte, da es erst im Juli diesen Jahres erscheinen wird, zu lesen. Als ich fertig war, noch vollkommen versunken in Isslar, die Welt in der Khyona spielt, half ich mit Nebenfiguren und Orte für den zweiten Band zu entwickeln. Auch diese besprachen wir dann gemeinsam in der Mittagspause und Katja erklärte was ihr gefiel und was nicht.

Natürlich wollte Katja auch, dass ich mit meinen eigenen Projekten weiterkahm und so schrieb ich ebenso an meinem eigenen Werk weiter. Sie half mir dabei meine eigenen Figuren noch besser kennenzulernen und noch mehr über sie nachzudenken. Ich bearbeitete diese Aufgaben ausführlich und so zogen sie sich auch in die zweite Woche. Kaum zu glauben, dass diese zwei Wochen, die mir anfangs noch so lange vorkamen, jetzt schon wieder vorbei sind, die Zeit vergeht so schnell.

Ich habe es also doch geschafft und das zeigt wieder, dass es sich lohnt für Träume zu kämpfen. Dieses außergewöhnliche  Praktikum ist wirklich eine einzigartige Chance die man so schnell nicht noch einmal bekommt und ich habe viel Brauchbares gelernt. Dafür wollte ich auch dir, Katja, noch mal danken, dass du mich trotz meines Alters genommen hast und mir so viel Neues beigebracht hast. Ich hoffe dir hat die Zeit mit mir gefallen. Denn mir hat sie wirklich sehr gefallen.

Praktikumsbericht Celine Schmidtke

Dezember 2017

Ich sitze an dem Holzschreibtisch, an dem viele Praktikanten vor mir schon gesessen sind. Durch das Fenster beobachte ich die Kinder, die draußen im gegenüberliegenden Kindergarten mit ihren Schneeanzügen durch den Garten hüpfen. Und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Ich erinnere mich an den ersten Tag, an dem ich glatt zu spät gekommen bin, weil es zum ersten Mal richtig geschneit hat und das S-Bahn-Netz völlig zusammengebrochen ist.  Ein grandioser Start, wirklich. Doch Katja und ihre Familie (inklusive ihrer Katzen) haben mich gleich vom ersten Tag an herzlich bei sich aufgenommen und so konnte es nur noch besser werden.

Ich erhielt eine Liste mit mehreren vielfältigen Aufgaben, die ich in den nächsten zwei Wochen erfüllen durfte. Das ging vom Recherchieren zu Übungen zum Thema Plotten über das Vorschlagen möglicher Ereignisse in Katjas neuem Kinderbuch bis hin zum Vorbereiten eines Wochenend-Schreibworkshops. Und nebenbei bastelte ich emsig an den Woodwalkers-Anhängern und durfte ein Handout zu ihrem Workshop aktualisieren. Also viel zu tun, aber es hat mir unglaublich Spaß gemacht und wieder gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir unsere Fantasie und Kreativität einsetzen sollten, wo immer es auch geht!

Doch Katja hat mich auch bei meinem eigenen Romanprojekt unterstützt. Sie half mir bei Schreibblockaden weiter, bastelte beim Mittagessen mit mir an meinen Figuren und dem Plot und lektorierte fleißig meinen Text. Mit ihrer Erfahrung gab sie mir nützliche Tipps an die Hand und brachte neue Ideen mit ein. Überaus motiviert, habe ich mich jeden Tag wieder (trotz frühem Aufstehen) auf das Praktikum gefreut und ich konnte es gar nicht erwarten, endlich an meinem Projekt weiter zu arbeiten.

Neben dem Schreiben und Katjas Aufgaben, durfte ich gleich am zweiten Tag die Agentur Rumler in München besuchen und wurde dort den ganzen Tag über mit Informationen über Autoren, Agenturen, Verlage und Vermarktung versorgt. Außerdem durfte ich eingeschickte Manuskripte lesen und zu ihnen ein Kurzgutachten erstellen. Alles in allem ein sehr spannender Tag!

Am Wochenende ging es schon weiter. Katja gab einen zweitägigen Workshop für Autoren zum Thema „Figur, Plot und Story“. Ich, die Praktikantin, saß zwischen einem Vollprofi wie Katja und mehreren Halbprofis, die alle kurz davor sind ein Buch zu veröffentlichen und durfte an den Übungen teilnehmen und bei der Besprechung der Projekte zuhören. Unglaublich viele Eindrücke, aber sehr interessant, vor allem aufgrund der unterschiedlichen Projekte und der unterschiedlichen Menschen!

In der zweiten Woche stand noch eine Lesung für die sechsten Klassen in einem Gymnasium an. Mindestens genauso gespannt wie die Kinder saß ich zwischen den Sechstklässlern und hörte Katjas tollem Vortrag zu und wie sie aus Woodwalkers vorlas.

Und nun ist es Freitagnachmittag, das Praktikum geht seinem Ende zu und ich bin zwar traurig aber sehr dankbar für diese tolle Zeit. Diese verging zwar wie im Flug, aber die vielen Eindrücke und Einblicke werden bleiben. Danke für diese zwei wundervollen Praktikumswochen!

 

Woodwalkers 4 – Fremde Wildnis

Arena Verlag, 280 Seiten, 12,99 Euro
E-Book 10,99 Euro.

Ein Traum wird wahr! Carag, Holly, Brandon und Co reisen zu einem Schüleraustausch nach Costa Rica. Doch hier warten nicht nur Brüllaffen, Schnappschildkröten und turbulente Regenwaldausflüge auf die Schüler der Clearwater High. Von Jaguar King erfahren sie beunruhigende Dinge über den gefährlichen Andrew Milling. Was plant Carags Widersacher? Und kann Carag trotz der Gefahr riskieren, seinen Vater wie geplant in ein Menschenkrankenhaus zu bringen?

Hier geht´s zur Leseprobe!

Woodwalkers-Test

Hallo allerseits! Viel Spaß mit dem Test. Ihr werdet beim Ergebnis zwei bis drei Tiere zur Auswahl angezeigt bekommen – lauscht mal in euch hinein, welches euch am besten gefällt, das ist dann vermutlich das Richtige. Manchmal hilft es auch, im Internet über die Tiere zu recherchieren, dann fällt die Entscheidung leichter. Und wenn ihr sowieso das Gefühl habt, ein bestimmtes (anderes) Tier zu sein, dann nehmt ihr einfach das!

Beantworte die Fragen und finde heraus, welches Tier Du wärst!

 Ich bin 
 Ich halte mich für 
 Mein bevorzugtes Element ist 

 Ich bin eher ein 
 Ich halte mich für 
 Ich fühle mich hingezogen zu