Archiv der Kategorie: Ab 10

Zweite Leseprobe aus Seawalkers 2

Raketen und Planeten

Ich wusste, dass Rocket in unserem Viertel wohnte, weil ich mal gesehen hatte, wie er aus einem Haus gleich neben dem kleinen Lebensmittelladen gekommen war. Was würde er machen? Mich angreifen, mir die Tür vor der Nase zuschlagen? Vielleicht wusste er längst, was er war. Oder ich hatte mich einfach geirrt. Alles möglich.

Schnell vergewisserte ich mich, ob Rockets gewalttätiger Kumpel Logan in der Nähe war. Zum Glück nicht. Also klingelte ich an der Tür mit dem Schild Albright daran und vergrub dann nervös die Hände in den Hosentaschen, während ich wartete. Doch es war nicht Rocket, der öffnete, sondern ein etwa neunzehnjähriges Mädchen mit dunkelbraunen gesträhnten Haaren und Pickeln.

„Ist Rocket daheim?“, fragte ich.

Ihr Mund verzog sich. „Wer? Ach, du meinst Edward. Dieser Spitzname ist so albern! Was willst du denn mit dem Loser? Du bist doch keiner seiner nichtsnutzigen Freunde, oder? Die Deppen kenn ich alle.“

„Äh …“

„Außerdem muss er noch das Bad putzen. Wenn er denkt, ich und Shaniqua wären sein Hotelteam, dann hat er sich so was von geschnitten!“

Ich hätte nie gedacht, dass Rocket mir mal leid tun würde. „Vielleicht könnte ich ihn trotzdem kurz sprechen?“

„Edddddwaaard!“, brüllte sie in die Tiefen des Hauses.

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Seawalkers 2 – Rettung für Shari

Arena Verlag, ca. 300 Seiten, 14 Euro, E-Book 10,99 Euro, Hörbuch 16,99. Erscheint am 21. Januar 2020.

Tiago ist glücklich, dass er erst mal an der Blue Reef High bleiben darf, auch weil er in Delfinwandlerin Shari endlich eine Freundin gefunden hat. Die kann der junge Haiwandler gut gebrauchen, denn längst nicht alle sind glücklich über seine Anwesenheit. Mit der zwielichtige Anwältin Lydia Lennox gerät er immer wieder aneinander. Und beim Versuch, den Müllgangstern auf die Spur zu kommen, die Naturschutzgebiete in der Nähe der Schule vergiften, macht er sich auch nicht beliebt. Bei einem Menschenkunde-Ausflug nach Miami spitzt sich die Lage schließlich zu. Als Shari in große Schwierigkeiten gerät, setzt Tiago als Mensch und Hai alles auf eine Karte, um sie und ihre Delfinfreunde zu retten.

Hier geht´s zur Leseprobe!

Die Seawalkers-Bände erscheinen halbjährlich, immer im Januar und Juni.

Der FanFiction-Wettbewerb Herbst 2019

Die gab es zu gewinnen: Seawalkers-Kette, Woodwalkers-Kette und Khyona-Kette (kaufen kann man sie leider nicht, aber es gibt immer mal wieder eine Aktion auf meiner Homepage, bei der man eine Kette bekommen kann).

42 Geschichten sind diesmal zum FanFiction-Wettbewerb eingereicht worden. Sabine Hirsekorn hat aus allen Einsendungen die zwanzig ausgewählt, die sie am besten fand, und daraus haben mein Sohn und ich unsere zehn Favoriten herausgesucht. Ganz herzlichen Glückwunsch allen Finalisten, die mich alle überzeugen konnten (die ersten zehn erhalten einen Preis nach ihrer Wahl)! Weitere zehn Geschichten, die wir sehr gut fanden, machen bei der Fan-Abstimmung mit. Die Autorinnen der fünf beliebtesten Storys aus dieser Auswahl bekommen ebenfalls einen Preis. Aber auch vielen Dank an alle anderen Teilnehmer, ich finde es toll, so kreative Fans zu haben und hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Schreiben. Im Frühjahr habt ihr eine neue Chance, eine Geschichte einzuschicken.

 

Maja, Charly und Nele (14 Jahre)

Die Verschwörung

Eine spannende Geschichte aus der Zeit, als Wandler sich im alten Griechenland als Götter ausgegeben haben.

 

Lina-Charlotte (13 Jahre)

School of Darkness – Ivy

Willkommen an der Darkness-Milling-School, an der nur gefährliche Tiere aufgenommen werden und im Kampf gedrillt werden! Aber wofür, fragt sich Leopardin Ivy.

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Der FanArt Wettbewerb Herbst 2019

Beim FanArt-Wettbewerb zum Thema Seawalkers sind diesmal 74 Bilder eingereicht worden! Die Jury (meine Familie und ich) hat ihre fünf Favoriten-Bilder gekürt, hier sind sie! Außerdem haben wir noch zehn Bilder ausgewählt, die uns auch sehr gefallen haben. Ihr könnt nun abstimmen, welche davon eure fünf Favoriten sind. Notiert euch am besten die Namen, während ihr die Werke anschaut – ihr könnt nämlich insgesamt für drei Bilder stimmen. Die Abstimmung läuft bis Freitag 18 Uhr, dann stehen auch die Favoriten der Fans fest. Seid nicht enttäuscht, wenn euer Bild diesmal nicht dabei war, der nächste Wettbewerb kommt im nächsten Frühjahr (wann genau, weiß ich noch nicht) – neue Chance, neues Glück.

Die fünf Jury-Sieger:

Miss White und Juna von Vera Kolb (14)

 

Baby Seawalkers von Jan Leggewie (11)

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Leseprobe aus Seawalkers 2 – Rettung für Shari

Leseprobe aus dem ersten Kapitel „Wieder einmal in Schwierigkeiten“

Jetzt kämpf endlich, du langweiliger grauer Fisch!

So was bekommt man nicht alle Tage an den Kopf geworfen. Besonders nicht von einem ausgewachsenen Schwertwal, der einen gerade angreift.

Ich hatte Miss White, unsere Kampflehrerin, um eine Privatstunde gebeten, um meine Wut besser in den Griff zu bekommen. Sie hatte Ja gesagt und mich schon gewarnt, dass sie alles tun würde, um mich zu provozieren. Nun hatten wir Sonntagabend, wir trainierten schon seit über einer Stunde außerhalb der Sichtweite unserer Blue Reef Highschool im offenen Meer. Gerade preschte Miss White in zweiter Gestalt auf mich zu wie ein U-Boot auf Rammkurs.

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Der FanArt- und FanFiction-Wettbewerb Herbst 2019

Die drei Ketten, die es zu gewinnen gibt … wenn du sie schon alle hast, kannst du deine Gewinnerkette auch an einen Freund/eine Freundin verschenken!

Der neuste FanFiction- und FanArt-Wettbewerb beginnt am 16. September und endet am 1. Oktober 12 Uhr mittags. Thema des FanArt-Wettbewerbs ist diesmal „Figuren aus Seawalkers“, bei den Geschichten gibt es keine Themenvorgabe, es sollte allerdings um Wandler gehen. Und da wir schon gefühlt schon tausend Carag & Tikaani-Geschichten gelesen haben, freuen wir uns besonders über Wasserwandler-Geschichten.

Toco als Mensch, eine Illu von Sabine Hirsekorn

Die fünf Favoriten der Jury in jeder der beiden Sparten (Text und Bild) gewinnen je nach Wunsch eine Woodwalkers-Kette, eine Seawalkers-Kette, eine Khyona-Kette oder einen meiner Romane, natürlich signiert. Auch gerne Seawalkers Band 2, sobald ich meine Exemplare habe.  Außerdem gibt es eine Leserabstimmung über weitere zehn sehr gute Bilder und Geschichten, auch hier bekommen die jeweils beliebtesten fünf einen Preis (siehe oben). Bitte lies dir die Wettbewerbsbedingungen – du findest sie nach dem Klick auf den „Mehr lesen“-Link – genau durch und frag mich keine Sachen, die da schon drinstehen, okay? Der FanArt- und FanFiction-Wettbewerb Herbst 2019 weiterlesen

Die Blue Reef Highschool

Diese Schule speziell für Wasser-Wandler liegt direkt am Meer auf den Florida Keys (genauer gesagt, in Key Largo), in der Nähe des Everglades-Nationalparks und eines Meeres-Schutzgebiets.

Die Blue Reef Highschool sieht aus der Entfernung aus wie ein normales Gebäude, das halb in eine Meereslagune mit kleinem Strand hineingebaut wurde. Doch in Wirklichkeit ist sie eher ein riesiges Aquarium, von dem aus die Bewohner freien Zugang zum Meer bzw. den Süßwasserbereichen haben. Besucher kommen zunächst in die – trockene – Eingangshalle, in der ein großes Meerwasseraquarium steht (das durch einen Tunnel mit dem Meer verbunden ist), die Fische darin sind meist Gäste und Eltern, aber auch Schüler schauen manchmal dort vorbei.

Von der Eingangshalle gelangt man in den Hauptbereich, der knietief unter Wasser steht, hier können sich Schüler und Lehrer in beiden Gestalten aufhalten. Zu diesem Bereich zählen die Cafeteria und die meisten Unterrichtsräume. Der Verwandlungs-Unterricht findet in Verwandlungs-Arenen statt, sie sind mit Zugang zu Lagune bzw. See konstruiert, so dass alle Schüler am Unterricht teilnehmen können, egal ob sie Süß- oder Salzwasser brauchen. Im ersten Stock sind Trockenräume für Projektarbeit und die Verwaltung sowie einige Lehrerunterkünfte, darunter die des Schulleiters.

Damit ihr euch genauer vorstellen könnt, wie die Schule von innen aussieht, hier ein Plan vom Erdgeschoss:

Und hier seht ihr einen Plan des 1. Stockwerks:

Vielleicht wollt ihr ja auch wissen, was für einen Stundenplan Tiago und Shari haben (hier der für den 1. Band):

 

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
Mathe Sei dein Tier Verwandlung Englisch Verwandlung
Sei dein Tier Spanisch Gewässerkunde Mathe Kampf und Überleben
Pause Pause Pause Pause Pause
Spanisch Englisch Physik Gewässerkunde Mathe
Geschichte Verwandlung Mathe Verwandlung Physik
Mittagspause Mittagspause Mittagspause Mittagspause Mittagspause
Verhalten in besonderen Fällen Geografie Biologie Kampf und Überleben Menschenkunde
Verwandlung Sei dein Tier Geschichte Kampf und Überleben Kunst
Verwandlung Menschenkunde Musik Kunst

 

Pläne der Clearwater High

Bei der Planung habe ich natürlich auch Pläne der Clearwater High  gezeichnet, die stelle ich jetzt wie versprochen online. Die Schule befindet sich in der Nähe von Jackson Hole, Wyoming, USA. Ich entschuldige mich schon mal vorab, wenn die Zeichnungen nicht perfekt sind, eigentlich bin ich Autorin und keine Illustratorin … und schon gar keine Architektin 🙂

Im Erdgeschoss sind die Klassenräume, der Raum, in dem Kampf und Überleben stattfindet sowie einige Lehrerbüros. Im grünen Innenhof, in dem sogar Bäume wachsen, findet der Verwandlungsunterricht statt.

 

 

 

 

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Infos zur Autorin

Steckbrief:

Name: Katja Brandis
Beruf(ung): Hauptberuflich Autorin
Wohnort: Olching in der Nähe von München
Familie: Verheiratet, ein Sohn, drei Katzen, zwanzig Fische
Sternzeichen: Fische
In Schwung hält mich momentan: Der Gedanke an mein nächstes Projekt, beim Gedanke daran jucken mir schon die Finger auf der Tastatur!
Meine liebste Nervennahrung beim Schreiben: Glühwein-Bonbons und selbstgemachte Schoko Crossies, sonst auch oft Backoblaten (ich weiß, die schmecken nach nichts – na und?)
An diesem Ort finde ich Inspiration: Im Wald, am Ufer der Amper in der Nähe unseres Hauses, auf Reisen.
Das Schreiben bedeutet für mich: Abtauchen in meine ganz eigenen Welten!
Das Feedback meiner Leser ist mir wichtig, weil: es nur halb so lustig ist, Bücher zu schreiben, wenn man nie mitbekommt, wie jemand sie beim Lesen empfunden hat.
Lieblingsautor/in: Neil Gaiman, Walter Moers, T.C. Boyle, Robert Harris
Lieblingsbuch: Unter anderem „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers, „Eleanor und Park“ von Rainbow Rowell und „Night Circus“ von Erin Morgenstern.
Liebster Platz zum Lesen: Die Couch in meinem Arbeitszimmer

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich war elf Jahre alt und mir langweilig in den Ferien, deshalb habe ich eine kurze Geschichte geschrieben … und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich weitergeschrieben habe. Als ich 14 war, hatte ich schon ein halbes Dutzend Manuskripte in der Schublade (von denen leider bisher keins veröffentlicht worden ist). Manche meiner Mitschüler haben sich die ausgeliehen, weil sie ihnen gut gefallen haben.
Als Jugendliche wollte ich trotzdem erst nicht Autorin, sondern Journalistin werden, und das hat auch geklappt. Doch parallel habe ich schon während meines Studiums angefangen, Bücher zu veröffentlichen, das war immer meine wahre Liebe. Es war ziemlich schwer, einen Verlag für meine Romane zu finden, ich habe so einiges losgeschickt im Laufe der Zeit und buchstäblich jahrelang auf Antwort gewartet, aber schließlich hat es geklappt. Heute geht meine damalige Methode (unverlangte Einsendung) übrigens nicht mehr, die Verlagssuche läuft komplett über Literaturagenturen.

Du hast schon sehr viele Bücher veröffentlicht, welches deiner Buchprojekte ist dein „Liebling“ und warum?
Mein Fantasyroman „Der Sucher“ bedeutet mir viel, weil mir das Schreiben unglaublichen Spaß gemacht hat und ich mich ganz eng mit dem Icherzähler verbunden fühlte. Ich glaube, dass der Roman einer meiner besten geworden ist. Ähnlich gefunkt hat es zwischen mir und meinen Romanen „Ruf der Tiefe“ (für Jugendliche, bei Beltz & Gelberg erschienen) und „Woodwalkers“ (ab 10, bei Arena erschienen). Ich bin während des Schreibens buchstäblich ganz tief in diesen Welten versunken und habe nach Schreibende teilweise Monate gebraucht, um wieder „rauszukommen“ und mich auf ein neues Projekt einzulassen.

Wie bist du auf die Idee für das Buch Woodwalkers gekommen? Und welche Figur darin gefällt dir am besten?
Die Idee kam mir im Yellowstone-Nationalpark. Dort haben wir wahnsinnig viele Tiere gesehen, unter anderem Bisons und Wapitis, und ich wusste, dass es auch Pumas dort gibt. Ich kam ins Nachdenken, wie es wäre, dort als Gestaltwandler zu leben, der einerseits ein Puma ist, sich aber andererseits in einen Menschen verwandeln kann …
Ich mag Carag total gerne, aber auch Holly und Tikaani … diese drei sind meine Lieblingsfiguren. Mein Sohn mag Frankie sehr gerne. Schon als der einen ganz kurzen Auftritt in Band 1 hatte als Otter, der Lachsröllchen zum Buffet trägt, hat Robin gemeint: „Schreib bitte mehr über diesen Otter!“

Was für eine zweite Gestalt hättest du?
Falke oder Delfin. Ich mag Raubkatzen sehr gerne, aber ich bin selbst sicher keine – ich schreibe nur über sie (in Woodwalkers, Gepardensommer und anderen Romanen)

Mit welchen drei Adjektiven würdest du Katja Brandis, die Autorin, charakterisieren? Und welche drei Stichpunkte beschreiben das Leben der Katja Brandis selbst am besten?
Fangen wir mal mit der Autorin an, da schlage ich vor: Neugierig, schreibfreudig, unternehmungslustig. Zu meinem Leben passt am besten: Lachen, Bücher, Natur. Unter Lachen würde ich mal mein Familienleben zusammenfassen – wir haben viel Spaß miteinander.

Was ist für dich das Schöne daran, für Kinder und Jugendliche zu schreiben?
Etwa zwischen 12 und 19 Jahren erlebt jeder Mensch eine intensive, schreckliche, wunderbare Zeit. Eine Zeit voller Ungewissheit, Einsamkeit und Spaß. Erwachsen zu werden ist eine Qual und ein großes Abenteuer. Darin stecken natürlich unzählige Geschichten… einen Jugendroman zu schreiben ist für mich immer noch das schönste, was mein Beruf zu bieten hat. Bei den Kinderbüchern ist es noch einfacher – ich mag Kinder, deshalb denke ich mir gerne Geschichten für sie aus.

Du fährst so gut wie immer an den Ort, an den deine Romane spielen, warst für White Zone sogar schon in der Antarktis und bist für den Roman Vulkanjäger auf Vulkane geklettert. Wie war das mit den Vulkanen für dich?
Das war für mich eine wunderbare Recherchereise – ich hatte zwar schon in Hawaii fließende Lava aus der Nähe erlebt, aber auf einen ständig aktiven Vulkan wie den Stromboli zu klettern war schon spannend. Ich stand dort oben mit Schutzhelm und Atemmaske auf dem Gipfel und grinste wie nicht mehr ganz normal. Und als dann ein paar hundert Meter entfernt Lava aus dem Krater hochgeschleudert wurde, war das ein phantastischer Anblick – inzwischen war die Sonne untergegangen, und die Lava leuchtete in allen Rot- und Orangetönen. Und dieser Sound, wow. Wie Kanonendonner. Zum Glück ist der Stromboli ziemlich harmlos, sehr viel unheimlicher fühlte es sich an, auf dem schwarzen, dampfumwehten Gipfelplateau des Ätna zu stehen.

Du schreibst unter verschiedenen Namen. Weshalb?
Ich schreibe in sehr vielen verschiedenen Genres und einerseits für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Das ist für Leser und Buchhändler sehr schwer, weil sie einen ja irgendwie einsortieren wollen. Damit ich aus solchen Schubladen nach Belieben hinaushüpfen kann, schreibe ich zurzeit unter zwei verschiedenen Namen – unter dem, der in meinem Pass steht (Sylvia Englert) und unter meinem Künstlernamen Katja Brandis.

Warum ist „Autorin“ für dich der beste Beruf der Welt? Gibt es auch etwas, das dir daran nicht gefällt?
Ich kann fast den ganzen Tag lang das tun, was mir am meisten Spaß macht und was ich am besten kann – das ist einfach himmlisch. Die Recherche ist immer sehr lustig, ich kann meiner Neugier freien Lauf lassen und interessante neue Leute, Länder, Milieus kennenlernen. Bei der Planung kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen, und beim Schreiben vergesse ich die Zeit und kann ich mich richtig austoben. Dafür nehme ich die negativen Seiten des Berufs (wenig Sicherheit, schwankendes Einkommen etc.) gerne in Kauf. Was ich hasse, ist Überarbeiten, das ist einfach nur mühsam und anstrengend. Bäh! Muss aber leider sein, das Buch soll ja auch was taugen.

Wo schreibst du am Liebsten?
Ich habe ein eigenes Arbeitszimmer in unserem Haus, in dem ich von meinen eigenen Büchern, meiner Rechercheliteratur und all den Gegenständen umgeben bin, die mich inspirieren (für jeden Roman eigene). Manchmal hängen auch alle drei Katzen, die zur Familie gehören, dort herum und lümmeln sich, während ich schreibe, auf meinem Schoß, im Ablagefach, zu meinen Füßen …

Autoren haben auch ein Privatleben, was machst du, wenn du nicht schreibst?
Lesen! Aber okay, nicht nur. Mit meinem Sohn (der ist jetzt 11 Jahre alt) gehe ich total gerne in den Wald oder ins Freibad. Ich entspanne mich beim Schwimmen oder Radeln, treffe mich mit Freunden, gehe Tauchen und – wenn ich keine Lust habe, nass zu werden – ins Kino. Natur ist mir wichtig, ohne die komme ich nicht aus, und auf Reisen fahre ich oft in die Wildnis oder dorthin, wo ich mit meiner Familie wilde Tiere beobachten kann.

Wie kommst du auf neue Ideen für Ihre Bücher?
Ideen zu finden  ist gar nicht so anstrengend wie viele glauben. Je öfter man nachdenkt und seine Fantasie benutzt, desto mehr fällt dir ein. Das ist so wie bei einem Muskel: Wenn du einen Muskel trainierst, wird der immer stärker. Mein Fantasiemuskel ist gut trainiert! Aber ich habe natürlich nicht nur tolle Ideen, sondern auch mittelmäßige oder schlechte. Mein Agent und die Verlagsleute helfen mir zu sortieren, was was ist 🙂

Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Du solltest möglichst regelmäßig schreiben, damit der „Faden nicht reißt“ und du mit deiner Geschichte vorankommst! Wenn du eine Seite pro Tag schaffst, hast du in einem Jahr schon einen fetten Roman fertig. Nie aufgeben! Hier sind noch ein paar wichtige Schreibtipps: https://www.katja-brandis.de/kategorie/schreibtipps/

Der FanFiction-Wettbewerb April 2019

55 Geschichten, also noch mehr als beim letzten Mal, sind diesmal zum Woodwalkers-FanFiction-Wettbewerb eingereicht worden. Sabine Hirsekorn hat aus allen eingesandten Wandler-Geschichten die ausgewählt, die sie am besten fand, und daraus haben ich und mein Sohn unsere Favoriten herausgesucht. Ganz herzlichen Glückwunsch allen zehn Finalisten, die mich alle überzeugen konnten (die ersten fünf erhalten einen Preis nach ihrer Wahl)!

Ein ganz großes Dankeschon an Sabine, aber auch an alle TeilnehmerInnen, ich finde es toll, so kreative Fans zu haben und hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Schreiben. Im Oktober habt ihr eine neue Chance, eine Geschichte einzuschicken und zu gewinnen.

So, jetzt aber zu den Siegern und ihren (von mir unbearbeiteten) Geschichten! Hier sind sie:

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