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Vulkanjäger

Cover VulkanjägerKatja Brandis
Gebundene Ausgabe: 365 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg 2014
Ab 12 Jahren
16,95 Euro (gebundene Ausgabe), 8,95 Euro Taschenbuch, E-Book 7,99 Euro.

Was ist das Leben wert, wenn man keine Risiken eingeht?
Ein Roman über Vulkane und den schmalen Grat zwischen Mut und Besessenheit, Liebe und Selbstaufgabe.

Eine Reise zu den Vulkanen der Welt! Als Jan von seinem Vater, dem berühmten Dokumentarfilmer und Vulkanologen, eingeladen wird, freut er sich auf Abenteuer und Exotik. Doch mit der Besessenheit seines Vaters hat er nicht gerechnet. Auf der Jagd nach dem spektakulärsten Ausbruch begibt der sich regelmäßig in Lebensgefahr. Ein Abstecher nach Neapel zum schlafenden Vesuv verspricht endlich ruhigere Tage – und Jan begegnet der wunderbaren Giulia, die ihn in ihren Bann zieht. Dass sich ganz in der Nähe einer der gefährlichsten Vulkane der Welt erhebt, wird Jan erst bewusst, als seltsame Beben die Stadt erschüttern. Steht eine Katastrophe bevor? Jan würde am liebsten abhauen, doch wie könnte er Giulia zurücklassen? Und seinen Vater, der um jeden Preis bleiben will? Plötzlich steht er vor der gefährlichsten Entscheidung seines Lebens …

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Leseprobe aus „Vulkanjäger“

Kapitel 1

Feurige Ferien

Als mir der Brandgeruch in die Nase stieg, wusste ich, dass etwas gewaltig schieflief. „Melde mich später wieder“, sagte ich zu meinem besten Freund Noah, drückte Auflegen und sprintete die Treppe hinunter in die Küche. Kurzer Blick durch die Glasscheibe des Backofens – verdammt, das sah schlecht aus! Ich riss die Ofentür auf und Rauch wallte mir entgegen. O Mann, ich hatte versehentlich Grill eingestellt! Das Hühnchen sah aus, als hätte es eine Feuerbestattung hinter sich. Konnte man das noch essen? Oder hatte sich die selbst gekochte Überraschung für Mama gerade erledigt?

Ich packte das Hühnchen mit einem Ofenhandschuh am Schenkel, versuchte, es auf einen Teller zu schleudern und gleichzeitig mit dem Knie die Ofenklappe zuzuknallen. Aber das Hühnchen hatte zu viel Schwung, es glitschte auf der anderen Seite des Tellers wieder hinunter. Instinktiv wollte ich es mit der bloßen Hand stoppen, schrie auf – heiß! – und ließ es fallen. Auf den Fußboden.

Alles kein Problem. Kein Problem – wenn man sich das oft genug sagt, dann stimmt es irgendwann. Ich hatte noch eine Viertelstunde, bis Mama von der Arbeit kam. Reichlich Zeit, den Vogel abzuwaschen und die verkohlten Stellen abzukratzen. Als ich damit fertig war, hatte ich noch genau sieben Minuten für den Salat. Aber wenn jemand Salat machen kann, dann ist das Jan Bendert, sechzehn Jahre, Vizechampion im Küchenduell der zehnten Klasse. Die Gurke hatte keine Chance gegen mich, die Tomaten zerfielen förmlich vor meinem Messer, und die Paprika drückte sich winselnd in eine Ecke des Kühlschranks, als sie mich kommen sah. Pünktlich war alles fertig. 19.30 Uhr, fast auf die Sekunde genau. Wow!

Jetzt fehlte nur noch meine Mutter.

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Entstehungsgeschichte „Vulkanjäger“

Entstehungsgeschichte Vulkanjäger

Katja Brandis

Alles begann auf der Buchmesse im Jahr 2011. Es ist fast peinlich, es zu erzählen: Ich schaute meine beiden Romane Ruf der Tiefe und Schatten des Dschungels an und dachte: „Hm, jetzt haben wir ein blaues und ein grünes Cover… eigentlich brauchen wir noch ein rotes und ein gelbes.“ Und da ich gerade ein Kindersachbuch über Vulkane geschrieben hatte und für das Thema buchstäblich „Feuer gefangen“ hatte, war es klar, dass ich für das rote Cover das Thema Vulkane anpacken wollte. Während der Recherche für das Sachbuch hatten mich besonders die krassen Persönlichkeiten fasziniert, die sich in der Vulkanologie tummelten, zum Beispiel Maurice und Katia Krafft, die besessen waren von den Feuerbergen und denen ihre Leidenschaft zum Verhängnis geworden ist. Und zack! war die Idee von Vulkanjäger geboren, in weniger als fünf Sekunden hatte ich sie komplett im Kopf.

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