Archiv der Kategorie: Krimi/Thriller

Und keiner wird dich kennen

Cover TB-AusgabeVerlag: Beltz & Gelberg, 1. Auflage: Feb. 2013

Genre: Thriller ab 14

Seitenzahl/Preis: 400 Seiten / 16,95 Euro (gebundene Ausgabe), 8,95 Euro (Taschenbuch), 7,99 E-Book

Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild auf Facebook ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung …

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Leseprobe aus „Und keiner wird dich kennen“

Aus dem ersten Kapitel „Der Brief“

Als Maja die Wohnungstür aufschließt und in den Flur tritt, spürt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Es ist so still. Normalerweise hört ihre Mutter ständig nebenbei Radio, ein Gedudel, ohne das sie nicht auszukommen scheint. Und um diese Uhrzeit ist sie normalerweise von der Arbeit zurück. Außerdem riecht es auch ungewohnt, nach Zigarettenrauch. Majas Herz beginnt schmerzhaft gegen ihre Rippen zu pochen. Gefahr, Gefahr, Gefahr!, schreit diese Stimme in ihr, die einfach nicht verstummen will.

Leise stellt Maja ihren Rucksack im Flur ab, geht zum Wohnzimmer und blickt hinein.

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Entstehungsgeschichte „Und keiner wird dich kennen“

Katja Brandis

 

Selten habe ich mich über einen Artikel so aufgeregt wie über diesen im Jahr 2010. Beschrieben wurde darin, dass eine Familie in eine neue Identität fliehen musste, weil der noch immer gewalttätige Ex-Freund der Mutter bald aus dem Gefängnis kommen würde. Wie konnte es sein, dass die Opfer so hart bestraft wurden, fast noch härter als der Täter, der ja irgendwann seine Gefängnisstrafe verbüßt hatte? Wie fühlt sich das an, ganz neu anfangen zu müssen? Sich durch nichts verraten zu dürfen? Dadurch stand die Buchidee schon, ich musste den tatsächlichen Fall nur noch verfremden. Als Hauptfiguren entstanden die 16-jährige Maja und ihr Freund Lorenzo. Innerhalb weniger Tage schrieb ich ein Exposé, und meinem Agenten Gerd Rumler gefiel es sehr (er hatte, wie sich herausstellte, den Artikel auch gelesen, und sich ebenfalls über den Fall aufgeregt). Zum Glück war Beltz & Gelberg sofort begeistert von der Idee, und die Arbeit konnte beginnen.

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Libellenfänger

Verlag: ivi (Piper), 1. Auflage: 2012

Genre: Krimi für Young Adults

Seitenzahl/Preis: 366 Seiten / 14,99 Euro, E-Book 4,99 Euro.

Nicht einmal ihre engsten Freunde wissen, das Ricky Mayer im Gefängnis geboren wurde und dort mit ihrer Mutter mehrere Jahre lang in der Mutter-Kind-Abteilung gelebt hat. Am liebsten würde Ricky ihre Vergangenheit vergessen. Doch als ihre Mitschülerin Antonia beim Tanzen auf mysteriöse Weise stirbt, aktiviert sie ihre Kontakte zur Unterwelt. Bald ist sie sicher: Antonia wurde umgebracht. Aber was hat es zu bedeuten, dass Antonia fest an Engel glaubte? Und was hat es mit den Libellenflügeln auf sich, die Ricky immer wieder in Antonias Umgebung findet?

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Leseprobe aus „Libellenfänger“

Aus dem 2. Kapitel Schwarze Sekunden

Antonia tanzte schon wieder, mit langsamen, fließenden Bewegungen – sie wirkte völlig versunken, eingetaucht in den Song. Doch dann geriet sie aus dem Takt – und ich spürte zum ersten Mal, dass etwas ganz und gar nicht stimmte in dieser Nacht.
Mitten in einer Drehung stockte Antonia, ihr Körper schien zu erstarren. Einen Moment lang hielt sie sich noch zitternd aufrecht, und im bunten Licht der Scheinwerfer sah ich, dass ihre Augen weit aufgerissen waren. Dann brach sie zusammen.
Erschrocken hörte ich auf zu tanzen, und auch ein paar andere Leute hatten gemerkt, was geschehen war und blieben stehen. Jemand rief irgendetwas, doch es ging in der Musik unter. Antonia lag verdreht auf dem Boden, ihre Augen waren halb geöffnet. Ich kniete mich neben sie, um uns herum ein Wald aus Beinen. Wenigstens waren die Leute ein wenig zurückgewichen, so dass keiner auf uns trat. Aber sie standen alle nur da und glotzten.

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