Heldenhafte Momente der Seawalkers – Folgen 1-3

 

Platz 6: Shari

(Band 5)

 

Interview in der Florida Bay

Was würden die Delfine uns Menschen sagen, wenn sie sprechen könnten? Als Shari bei einem Ausflug spontan interviewt wird, ergreift sie die Chance und macht sich live im Fernsehen für ihre Artgenossen stark. Applaus für so viel Zivilcourage!

 

Sharis blonde Locken, die vom Wind in alle Richtungen geweht wurden, leuchteten in der Sonne, ungeduldig strich sie sie zurück. Ihr liebes Gesicht sah entschlossen aus, während sie ins Mikrofon des Journalisten sprach. »… fände ich es großartig, wenn alle Menschen möglichst wenig Plastik benutzen würden – die Meeresverschmutzung ist ein großes Problem!«

»Sie engagieren sich besonders für den Schutz der Delfine«, sagte der Interviewer. »Worauf kommt es dabei an?«

»Große Tümmler sind sehr anpassungsfähig, aber es gibt in Florida immer mehr Boote und Schiffe – der Lärm unter Wasser macht uns … äh … ihnen zu schaffen«, erklärte Shari. »Fahrt langsam, Leute, ihr könntet einen Meeressäuger mit eurem Propeller verletzen. Und bedrängt die Delfine bitte nicht; wenn sie Lust haben, kommen sie von selbst zu euch.«

(Band 5, Kapitel 17 „Ein Interview mit Folgen“)

 

Platz 5: Chris

(Band 6)

 

Versöhnung

Chris hat kein gutes Verhältnis zu seinem Vater, der seit Jahren mit Alkoholproblemen kämpft. Als die beiden zum ersten Mal seit langer Zeit aufeinandertreffen, will Chris erstmal nichts von ihm wissen, so wütend und enttäuscht ist er. Doch als Chris‘ Vater in einer gefährlichen Situation beweist, wie viel ihm an seinem Sohn liegt, ist der junge Seelöwen-Wandler bereit, ihm zu verzeihen.

 

Was war es eigentlich, das du mir sagen wolltest?, fragte ihn Chris. Dort im Restaurant.

Dass ich einen Entzug machen werde – mir ist klargeworden, dass ich nur an mich gedacht habe in den letzten Jahren. Mr Jacobsen klang traurig, aber nicht selbstmitleidig. Deine Lehrer mussten mir erst mal klarmachen, was ich dir antue. Sorry, Chris. Es tut mir leid.

Ist schon okay, sagte Chris nur. Und danke für das vorhin.

Mein Freund war nicht so der überschwängliche Typ, aber die Art, wie er mit seinem Vater schwamm, sagte so vieles.

(Band 6, Kapitel 39 „Der blasse Fremde“)

Platz 4: Tiago

(Band 4)

 

Die Frage aller Fragen

Als Tigerhai schreckt Tiago vor keiner gefährlichen Situation zurück. Warum nur fällt es ihm da so schwer, Shari zu gestehen, dass er in sie verliebt ist? Gemeinsam durchstehen die beiden Abenteuer um Abenteuer, bis Tiago endlich all seinen Mut zusammennimmt und Shari fragt, was sie für ihn empfindet.

 

Da tat ich es einfach. Ich löste mich aus ihrem Griff, stellte mich ihr gegenüber und fragte sie: »Magst du mich?«

»Und ob ich dich mag, du bissiges Meerestier. Man könnte sogar sagen, dass ich dich liebe. Obwohl man sich die Haut aufschürft, wenn man dich anfasst.«

(Band 4, Kapitel 33 „Angeln verboten“)

 

 

Platz 3: Finny

(Band 4)

 

Familiengeheimnis

Als der Buckelwal-Wandler Wave ins Gefängnis kommt, setzt Finny alle Hebel in Bewegung, um ihn zu befreien. Immerhin ist ihr Vater Polizist – aber er ist auch ein Mensch und weiß nichts von der zweiten Gestalt seiner Tochter. Bei Waves Rettungsaktion verwandelt sich Finny unabsichtlich in einen Rochen – vor den Augen ihres Dads! Hat sich Finny durch ihren Heldenmut in Schwierigkeiten gebracht? Oder wird doch noch alles gut?

 

Nick Greyson seufzte tief und dann ging er auf Finny zu, blickte sie prüfend von Kopf bis Fuß an. »Du bist also ein Rochen, Honey. Jetzt kann ich mir denken, warum du früher in Tränen ausgebrochen bist, wenn ich angeln gehen wollte. Wegen dir habe ich Billard angefangen!«

»Das ist cool, Dad.« Das kam von Herzen. »Billard ist viel besser, als hilflose Fische aus dem Wasser zu ziehen. Meine fünf Punkte Vorsprung holst du schon noch ein!«

Ich wusste, dass die beiden über den Berg waren, als Finnys Vater lächelte.

(Band 4, Kapitel 33 „Angeln verboten“)

 

Platz 2: Ella

(Band 4)

 

Erpresserische Tonaufnahmen

Als Tochter einer reichen und skrupellosen Anwältin genießt Ella viele Vorteile. Aber irgendwann kann sie die Augen nicht mehr vor den Verbrechen ihrer Mutter verschließen. Heimlich sammelt sie Beweise dafür, dass ihre Mutter an illegalen Haikämpfen beteiligt ist und droht damit, die Tonaufnahmen zu veröffentlichen, wenn sie die Kämpfe nicht beendet. Ganz schön taff!

 

»Danke«, sagte ich zu ihr.

Ella hob den Kopf, ihre grünen Augen musterten mich finster. »Wofür?«

»Du weißt, warum«, meinte ich.

Sie sagte nichts, doch ihr Gesichtsausdruck wurde etwas entspannter … aber auch trauriger, weil sie garantiert an die bittere Diskussion mit ihrer Mutter dachte.

(Band 4, Kapitel 40 „Ein Traum wird wahr“)

 

 

Platz 1: Jasper

(Band 3)

 

Der Netzschnetzler

Als Tiago in eine Falle gerät und in Lebensgefahr schwebt, schubst der sonst so tollpatschige Jasper einen Gangsterboss ins Meer und schneidet eigenhändig das Netz durch, in dem sein bester Freund gefangen ist. Dass er damit eine echte Heldentat vollbracht hat, kann er hinterher gar nicht so richtig glauben …

 

Inzwischen hatten die Delfine das Modellboot mit Jasper an Land gebracht und mein bester Freund hüpfte auf allen vier Beinen auf und ab wie ein Aufziehspielzeug, während er berichtete, was wir erlebt hatten. Ich verwandelte mich, schnappte mir eine treibende Badehose und schleppte mich über den Strand. Dann fiel ich auf die Knie, schnappte mir Jasper-das-Gürteltier und drückte ihn an mich.

»Du bist der größte Held hier, hast du das schon gewusst?«, sagte ich zu ihm und verlegen zog er die Nase hoch. Echt jetzt? Held? Ich?

»Was denn sonst!«

Verrückter Leute-ins-Wasser-Werfer?, schlug Jasper vor. Netzschnetzler?

Ich musste lächeln. Schönes Wort.

(Band 3, Kapitel 30 „Wer mit Haien schwimmt …“)

 

 

2 Kommentare

  1. Platz 5 Ist zimmlich verdint dise zehne fand ich zimlich
    Cool

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