Archiv der Kategorie: Praktikumsberichte

Praktikumsbericht Vanessa Gabrys

Januar 2015

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Vanessa (im Bild vorne)

Das ich ein Praktikum bei Katja Brandis machen konnte, war eigentlich ein totaler Zufall. Ich war schon immer eine begeisterte Leserin und wollte mich daher für ein Praktikum bei einem Verlag im Bereich Lektorat bewerben, was ich auch tat. Zwei Wochen danach hatte ich immer noch keine Antwort bekommen. Also setzte ich mich an meinen Computer und suchte nach weiteren Praktikumsideen. Durch einen Artikel einer früheren Praktikantin stieß ich auf die Homepage von Katja Brandis. Sofort war ich Feuer und Flamme und schickte eine Bewerbung an sie. Zwei Tage später bekam ich dann im Französischunterricht eine Email in der stand: „Ich würde dir also gerne ein Praktikum im Zeitraum, den du genannt hast, anbieten“!
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Praktikumsbericht Alica Urban

Juli 2014

Alica-webDas erste, was ich nach meinem Auslandsjahr wieder in der Schule hörte war: „Das Praktikum für die elften Klassen ist doch nicht gestrichen worden.“

Ich erinnere mich noch daran, dass ich diesen Lehrer nur anstarrte und dachte: Oh Mist. Bitte nicht noch mal drei Wochen Buchhaltung!

So etwas tut man sich nicht gerne zweimal an, vor allem, wenn man beim besten Willen keine Begeisterung für Zahlen aufbringen kann.

Um also einem solchen Schicksal zu entgehen, setzte ich mich noch am selben Tag an meinen Laptop und suchte halb verzweifelt nach etwas, das mich interessierte. Mehr zum Spaß als im Ernst tippte ich ein: „Praktikum bei Schriftsteller“. Ich hatte nicht erwartet, dass es dort überhaupt Treffer geben würde, aber zum Glück hatte ich mich geirrt!

Ich hatte schon befürchtet, dass meine Bewerbung a) entweder auf dem Weg verloren gegangen oder b) nicht zustellbar war, weil ich vielleicht die falsche Briefmarke draufgeklebt hatte. Das hat mich wirklich geärgert, weil ich sie in eleganter Schrift mit der Hand geschrieben hatte und außerdem noch ewig dafür gebraucht habe, das Deckblatt zu malen. Ein Lehrer meinte schon, ich würde den Platz gerade deswegen nicht bekommen. Handgeschrieben! So was kann man doch nicht abschicken, das kann ja keiner ernst nehmen!

Aber dann kam doch endlich eine Antwort von Katja. Ich hatte den Praktikumsplatz bekommen!

Ein paar haben sich für mich gefreut, andere guckten mich nur ungläubig an und fragten Sachen wie: „Du willst schreiben?! Schreibst du in der Schule nicht schon genug?“

Nein, ganz offensichtlich tue ich das nicht, und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass sie das Praktikum nicht abgeschafft haben.

Die Hälfte der Zeit habe ich neue Cover für die „Feuerblüte“– Reihe entworfen, was eine ziemliche Herausforderung für mich war. Ich zeichne zwar sehr gerne, aber Cover designt man nun mal am Computer, nicht mit Stift und Papier.

Da sich meine technischen Fähigkeiten in sehr engen Grenzen halten, hat es ein bisschen gedauert, bis ich mich in GIMP eingearbeitet hatte. Ich muss leider zugeben, dass ich das Programm eigentlich schon einmal in der Unterstufe erklärt bekommen habe, aber meine Erinnerungen an den Informatikunterricht sind doch ziemlich wage. Es hat aber trotzdem echt Spaß gemacht, und so sauber wie am Computer, hätte ich natürlich nie malen können.

Ich durfte auch die ersten paar Kapitel aus einem Manuskript von Ute Zimmermann testlesen, was mir unglaublich gut gefallen hat. Mal sehen, vielleicht kann ich sie ja anschreiben und fragen, ob ich den Rest auch noch haben kann… ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht! Und ich kann ja schlecht zur Buchhandlung gehen und den Roman bestellen, wenn er erst in Manuskriptform vorliegt.

Die andere Hälfte der Zeit habe ich an dem zweiten Band meiner eigenen Geschichte weiter gearbeitet; und hier noch mal ein Tipp für alle, die selber schreiben: Guckt euch vorher an, ob vielleicht irgendwer schon ein ähnliches Thema in seinem Buch verbraten hat, sonst musst ihr das alles wieder umschreiben. Im Prinzip kein Problem, es gibt immer einen Plan B – aber wenn einem Plan A richtig gut gefällt, ärgert man sich eben trotzdem. Ich musste das riesige unterirdische Labyrinth wieder rausschmeißen, durch das meine Charaktere sich eigentlich durchschlagen sollten- jetzt müssen die irgendwie auf einem banaleren Weg an ihr Ziel kommen. Schade.

Wahrscheinlich werde ich nicht das Glück haben, hauptberuflich als Schriftstellerin arbeiten zu können. Aber eines weiß ich ganz sicher: Egal was ich später machen werde, nebenher werde ich auf jeden Fall schreiben!

 

Praktikumsbericht Judith Reith

Januar 2014

Judith Reith
Judith Reith

Es ist Winter. Der Schnee peitscht an das Fenster meines Arbeitszimmers.

Während Frau Holle oben auf den Wolken ihre Kissen schüttelt, versuche ich verzweifelt einen halbwegs gescheiten Reim auf das Wort „Gemächt“ zu finden, die verworrenen grammatikalischen Konstruktionen im Gälischen zu verstehen und die grau-weiß getigerte Katze neben mir auf dem Tisch am Öffnen und Schließen des CD-Fachs zu hindern. Das ist eines der Dinge, die ich während meines Praktikums bei Katja gelernt habe: Dass Katzen am liebsten auf deiner Laptoptastatur sitzen.

Natürlich habe ich die letzten zwei Wochen nicht nur mit dem Beobachten von arttypischen Verhaltensmustern der drei Katzen in Katjas Haus verbracht. Ich durfte verschiedene Exposes testlesen, eine Ballade schreiben und zu ganz verschiedenen Themen recherchieren. So habe ich zum Beispiel gelernt, wie Ingenieure einem Einsinken der Forschungsstation „Neumayer 3“ in das Eis der Antarktis entgegenwirken. Oder dass die interessantesten Namen für Figuren häufig im Abspann eines Films zu entdecken sind.

Am ersten Tag meines Praktikums stand ich im nebligen Grau des Morgens vor Katjas Tür und war sehr aufgeregt. Schließlich nagte noch eine große Ungewissheit in mir. Ob mir das Arbeiten mit einer Autorin überhaupt Spaß machen würde und wie ich oft ich wohl Kaffe kochen müsste. Wenn ich heute das letzte Mal aus dieser Tür trete, dann kann ich mit Sicherheit sagen, dass meine Entscheidung, am Montag vor zwei Wochen den Finger auf die Klingel gedrückt zu haben, die beste war, die ich treffen konnte. Mittlerweile sagt mir der Begriff „Druckfahne“ etwas, ich weiß, dass auch liebenswerte Charaktere im Roman manchmal sterben müssen und wie schnell ein leichter Nieselregen im Münchner S-Bahn-Netz eine Signalstörung auslösen kann.

Den Vormittag habe ich meistens mit einer Aufgabe für Katja zugebracht, nachmittags konnte ich an meinen eigenen Kurzgeschichten schreiben. Es ist toll, wenn diese dann später von einer echten Autorin Korrektur gelesen werden.

Dass Schreiben manchmal aber harte Disziplin ist, habe ich auch mitbekommen. Wenn man viel Zeit in das Entwickeln authentischer Protagonisten gesteckt hat, ist es nicht verwunderlich, falls die Hauptfiguren teilweise ihren eigenen Willen durchsetzen und die Handlung plötzlich eine völlig neue Wendung nimmt (Kiéran darf sich an dieser Stelle ruhig angesprochen fühlen ;). Deshalb weiß ich nun nach dem Praktikum immer noch nicht, ob das Schreiben als Beruf eine Zukunftsperspektive für mich hat. Denn es fiel mir bereits schwer genug, diszipliniert an meinen Kurzgeschichten zu schreiben.

Trotzdem. Es gibt kaum ein besseres Gefühl als die Schreibwut, die sich einstellt, wenn der Blick aus dem Fenster einen zu einer witzigen Anekdote verleitet und die Musik im Ohr die Finger auf der Tastatur lenkt. Das ist der Moment, in dem plötzlich jedes Wort seinen Platz hat und die Sätze schneller auf dem Bildschirm erscheinen, als die Gedanken nachkommen.

Dafür hat es sich gelohnt, täglich viele Minute an der S-Bahnstation zu frieren und sich die Lautsprecherdurchsagen vom Band, die eine 40-minütige Verspätung ankündigen, in Dauerschleife anzuhören.

Außerdem ist eine Bezahlung in Büchern und Katzenhaaren nicht zu unterschätzen. Schön ist darüber hinaus, für Katja im Münchner Hugendubel bei einer Tasse Kakao nach hübschen Buchcovern zu suchen. Kann man sich einen besseren Arbeitsplatz vorstellen? Kaffee musste ich, entgegen den Vermutungen meines Lehrers, nie kochen. Lediglich Hagebuttentee, und das immer freiwillig!

Vielleicht macht Schreiben nicht reich. Vielleicht macht Schreiben nicht jeden berühmt. Aber mich macht es glücklich!

Praktikumsbericht Pia Schöpf

September 2013

Pia, meine PraktikantinMein Vater lag mir früher ständig in den Ohren: „Kind, mach was Gescheites! Such dir einen anständigen Job. Einen durch den du finanziell abgesichert bist und von dem du gut leben kannst.“

Ob ich in Zukunft so einen Beruf finden werde? Das steht wohl noch in den Sternen. Eines weiß ich aber sicherlich: Ich werde einen Beruf ausüben, der mir Spaß macht.

Sehr viel Spaß bereitet mir das Schreiben. Schon früh habe ich gemerkt, dass ich meine Gedanken und Gefühle besser auf einem Blatt Papier bzw. in schriftlicher Form zum Ausdruck bringen kann, als durch die bloßen Worte aus meinem Mund. So habe ich angefangen immer mal wieder kleinere Kurzgeschichten zu schreiben um unter anderem, die teils sehr  „wirren“ Gedanken in meinem Kopf, festzuhalten. Man könnte sagen: Schreiben ist für mich, wie Selbsttherapie.

Eines schönen Tages habe ich mir dann tatsächlich mal Gedanken gemacht, was in Zukunft  aus mir werden soll(man wird ja schließlich auch nicht jünger,  nicht wahr?  J)

Der Gedanke eine Karriere als Autorin zu beginnen, klang sehr spannend für mich, obwohl ich mir sicher war, dass es mit viel Arbeit und bestimmt auch einigen Rückschlägen verbunden sein würde. So kam ich auf die Idee, das Internet nach möglichen Praktikumsplätzen in diesem Bereich zu durchforsten und ich kann euch sagen: So leicht war das gar nicht.

Schließlich bin ich dann auf die Homepage von Katja aufmerksam geworden. Ich muss zugeben, ich hatte zuvor noch nichts von ihr, noch von ihren Büchern gehört, dennoch beschloss ich mal eine Anfrage zu versenden, da ich ohnehin für meinen Studiengang noch ein zweimonatiges Pflichtpraktikum benötigte. Ich erhielt auch sehr schnell Antwort von Katja aber leider auch die Mitteilung, dass sie Praktikanten nur für zwei Wochen nehmen könne. Trotzdem wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und so habe ich mich für ein freiwilliges Praktikum beworben. Ich schickte ihr ein paar Infos zu meiner Person und eine Leseprobe und konnte mich schließlich über einen Praktikumsplatz freuen. Gleich darauf habe ich auch den Thriller Libellenfänger gelesen, den ich jedem jungen Thriller-Fan mit gutem Gewissen ans Herz legen kann.

Am 16. September trat ich dann zu meinem ersten Praktikumstag an. Nachdem ich, nach einigen wirren Umwegen (die Waldwege sehen aber auch alle gleich aus ^^), mein Ziel erreicht hatte wurde ich herzlich von Katja aufgenommen. Ich bekam einen „eigenen“ Schlüssel und mein „eigenes“ kleines Zimmer, in dem ich in Ruhe arbeiten konnte. Katja hatte bereits einige Aufgaben für mich zusammengestellt, denen ich mich in den kommenden Wochen widmen sollte. So suchte ich Information über den lateinamerikanischen Staat Ecuador heraus und lernte nebenbei einige spanische Vokabeln kennen, die Katja in ihrem neuen Roman verwenden wollte. Ebenfalls durfte ich mich als Lektor versuchen und mich durch die ersten fünf Kapitel eines Krimis „korrigieren“. Katja gab mir hierzu auch einige nützlich Tipps, die ich bei der Arbeit als Lektor beachten müsse. Des Weiteren lernte ich einiges über Umweltschutz und darüber, wie gefährlich gerade der hohe Plastikverbrauch in unserer Gesellschaft für den Lebensraum Ozean ist. Mit meinem Wissen erstellte ich schließlich eine Liste, bestehend aus zehn Punkten, die ein ganz normaler Bürger gegen die Umweltverschmutzung tun und somit dem Ökosystem Meer helfen kann.

Aber auch meine eigenen Interessen kamen nicht zu kurz. Ich verfasste innerhalb der zwei Wochen insgesamt drei Kurzgeschichten für diverse Wettbewerbe, für die Katja sich stets die Zeit nahm, um sie zu lesen und mir noch zusätzliche, nützliche Tipps zu geben.

An meinem vorletzten Tag durfte ich Katja schließlich noch auf eine Lesung begleiten, die im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Sommer- Leseclubs stattfand. Lesen sollte sie aus ihrem Thriller Und keiner wird dich kennen. Auf der Fahrt dorthin erklärte sie mir noch den genauen Ablauf: Wie lange dauert eine Lesung? Wie wird man gebucht? Wie ist die Bezahlung? Welche Passagen soll man vortragen, damit das Publikum einen möglichst guten Überblick erhält aber dennoch die Pointe des Buches noch nicht verraten wird? Dies alles waren Fragen, die mich interessierten, da ich selbst noch nie an einer Lesung teilgenommen hatte, geschweige denn etwas über die Organisationsabläufe davor wusste. Die Lesung war ein voller Erfolg. Die jungen Leser hatten viele Fragen und man merkte, dass es Katja richtig Spaß machte über ihren Beruf und ihre Bücher zu erzählen. Ein Autogramm am Ende durfte da natürlich nicht fehlen J

Nach der Lesung wurde noch gemeinsam gegessen. Ein kleines Abschiedsessen, gezaubert von ihrem Mann, als „Belohnung“ für die Hilfe in den zwei Wochen. J

 

Mein Fazit:

Das Praktikum hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe viel über den Beruf eines Autors erfahren und konnte, im Bezug auf meine eigenen Geschichten, nützliche Tipps mit nach Hause nehmen. Ich danke Katja ganz herzlich für diese Möglichkeit, für das signierte Exemplar von Nachtlilien und auch dafür, dass ich durch sie meine Leidenschaft zu Samba Haselnusscreme entdeckt habeJ. Ich wünsche ihr und ihrer Familie alles Gute für die Zukunft und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja schneller wieder, als man denkt.

Praktikumsbericht Caroline de Boor

April 2013

Caroline de BoorUnd wie kamst du auf die Idee? – Um ehrlich zu sein, ich weiß oft nicht wie ich auf meine Geschichten komme. Da ist diese eine Szene in meinem Kopf und daraus spinnt sich das Ganze weiter. Wenn ich Glück habe, habe ich etwas zu Schreiben dabei und banne diese kleine Idee auf Papier oder auf mein Handy.

Ähnlich verhielt es sich mit dem Praktikum. Wie kommt man auf die Idee ein Praktikum bei einer Autorin zu machen? Keine Ahnung. Aber wenn man das Schreiben liebt und neugierig auf den Beruf ist, kann man damit nichts falsch machen. Und Katja war auch noch so nett mir diese Möglichkeit zu geben, nachdem ich mich mit ein paar Textbeispielen von mir vorgestellt hatte. Das war sozusagen meine Feuerprobe und ich hatte mir viel Gedanken gemacht, was ich Ihr denn schicken sollte. Ich habe alle möglichen Leute nach ihrer Meinung zu meinen Texten gefragt und nach einem Ranking habe ich Ihr die Siegertexte schließlich zugeschickt. Als es dann noch positives Feedback gab, war ich richtig froh und konnte es kaum fassen, dass ich ein Praktikum bei einer Autorin ergattert hatte. Wo gibt es denn schon so etwas?

Natürlich gab es anfangs zweifelnde Blicke von Lehrern und Mitschülern mitsamt ihren Fragen, die wohl irgendwie gut gemeint waren, aber mich nicht wirklich erfreuten. „Und das willst du wirklich später machen?“ oder „Und was willst du da machen? Ich kann mir darunter nichts vorstellen.“  Na ja, was wohl? Schreiben! Das man mit der Aussage gleich als Verrückte abgestempelt wird, muss ich wohl nicht erwähnen. Die Vorfreude konnte mir aber keiner nehmen.

Nach knapp zwei Wochen habe ich gelernt mich blind durch Städte zu fragen und Zug zu fahren, was für ein Mädchen aus einem kleinen Dorf schon beachtlich ist. Nein, das war natürlich nicht alles. Diese Dinge waren nur Nebeneffekte, die sich während meines Praktikums doch immer wieder als nützlich erwiesen hatten.

Ich weiß nun, wie ein professionelles Manuskript auszusehen hat, wie man sich bei Verlagen bewerben kann (vorausgesetzt ich werde irgendwann mit einem Manuskript fertig ), wie nützlich es sein kann Notizen zu ordnen und das Geschaffte jeden Tag neu auf einem USB-Stick zu sichern. Das lege ich einem wirklich zu Herzen! Man sollte alles doppelt und dreifach speichern, sonst ergeht es einem wie mir, der mit einem blöden Klick die Arbeit einer ganzen Woche ausgelöscht hat. Oh, und dass Katzen genau wissen, wo sie sich hinzusetzen haben, wenn sie einen von der Arbeit abhalten wollen. Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche!

Mein Praktikum habe ich unter anderem damit verbracht, eine Verlagsliste aufzustellen bzw. zu aktualisieren. Das bedeutet viele E-Mails zu schreiben, telefonieren (und immer weiter verbunden zu werden) und sich mit Websites auseinander zu setzen, die genau so gestaltet worden sind um Praktikanten, wie mich, in den Wahnsinn zu treiben. Auch habe ich Bücherpassagen mitsamt Quellenangabe abgetippt für Katjas Recherche und konnte mir gut vorstellen, wie komfortabel Ordnung doch sein kann. Wenn man etwas bestimmtes sucht, was man gelesen hat, muss man nicht gleich alle Bücher nochmal durchwälzen.

An einem Tag habe ich mich bis zur Zentralbibliothek durchgefragt und habe es schließlich auch geschafft, dort anzukommen. Das große Abenteuer kam aber noch. Denn als ich die Bibliothek betrat war mir klar, dass das ein Bücherparadies war, in dem ich mit meinem Orientierungssinn keine Chance hatte. Irgendwie habe ich mich aber durchgelesen und habe die Bücher zur weiteren Recherche gefunden, die ich dann doch da lassen musste, da die Karte für die Ausleihe nicht funktionierte. Ein Hoch auf moderne Technik.

An einem anderen Tag durfte ich Sie auf eine Lesung vor einigen Schulklassen begleiten. Dort hat sie ihr neues Buch „Und keiner wird dich kennen“ vorgestellt. Ich hatte vorher keine Ahnung, wie so eine Lesung gestaltet sein kann, doch kann ich sagen, dass es mir gut gefallen hat und ich mir unter dem Begriff „Lesung“ jetzt auch viel mehr vorstellen kann. Es ist auch schön zu wissen, dass Schüler überall gleich sind: Bei Fragen schweigt man peinlich berührt und kichert, wenn die Stille unangenehm wird. Na ja, sollte ich jemals in den Genuss kommen selber eine halten zu müssen, bin ich beim Planen nicht völlig aufgeschmissen.

Außerdem durfte ich an meinen eigenen Storys weiterschreiben. Mit einigen Tipps verbesserte ich meine bisherigen Seiten und mit Katjas Charakterbögen gelingt es mir nun noch besser mich in meine Welt hinein zu versetzen, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Es ist unglaublich wie weit man kommen kann, wenn man sich wirklich an den Schreibtisch setzt und sich vornimmt zu schreiben ohne sich selbst abzulenken.

Das Praktikum war wundervoll, vor allem, da ich das Gefühl hatte, dass sie sich gekümmert hat und sich bei ihrer Planung auch etwas gedacht hat.

Nun kann ich mit gestärktem Selbstbewusstsein in mein kleines Dorf im Norden zurückfahren und mit Stolz behaupten, dass ich ein Praktikum bei einer Autorin gemacht habe, und dass ich das Schreiben nicht so schnell aufgeben werde.

Praktikumsbericht Lisette Bremer

September 2011

PraktikantinLisette„Was machst du in den Semesterferien?“ -„Praktikum bei einer Autorin.“- Stille und ein fragender Blick.
Die Frage, was man in so einem Praktikum macht, hab ich oft gehört und eigentlich wusste ich selbst nicht so genau was auf mich zu kommt. Ich wusste nur, dass das bestimmt total genial würde. Und es wurde.
In den ziemlich kurzen zwei Wochen hab ich irre viel gelernt über die Entstehung von Büchern, die ganze Arbeit dahinter, wie viele Figuren man tatsächlich für einen Roman braucht, dass Lektorieren wirklich viel Spaß macht … aber auch, dass Katzen extrem verschmust sein können, München und Olching total schön sind und dass Katja nicht nur gut schreibt sondern ab und zu sogar gar nicht mal schlecht (mit-) singt 😉
Und dass ein Roman vielleicht doch nicht das ist, was ich schreiben sollte. Jetzt probier ich mich an gereimten Bilderbüchern. Mal sehen was draus wird…
Inzwischen kann ich zwei der nächsten Bücher spoilern und bin echt gespannt, was von der ersten Textfassung und meinen ausgedachten Figuren tatsächlich bleibt.
Fazit: Praktikum war großviel gut und ich würde am liebsten noch viel länger bleiben!

Praktikumsbericht Wiebke Assenmacher

wiebke-webJuli 2010

„Dann darfst du bestimmt Kaffee kochen, Spülmaschine ausräumen. Sie sucht bestimmt nur jemanden, der ihr billig den Haushalt macht. – Und ´n Kind hatte sie doch auch, oder? Dann darfst du auf das bestimmt auch noch aufpassen.“
Positive Aussichten für die ersten zwei Wochen deiner Sommerferien. Herrlich und einladend wirken sie, jedenfalls wenn du dich nicht grade als Probe-Au-pair beworben hast, sondern wie ich Praktikum bei einer Autorin machen willst. – So richtig vorstellen, was man dann machen würde, konnte ich mir aber auch noch nicht. Ich war nur felsenfest der Meinung, dass es schon irgendwie ganz gut werden würde. Werden musste!!
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Praktikumsbericht Katha Erfling

Juli 2009

IMG_9584Ein Praktikum bei einer Schriftstellerin?
Hätte ich es nicht miterlebt hätte ich es auch nicht geglaubt.
In letzter Zeit werde ich immer wieder durchlöchtert mit Fragen. Warum bei einer Schriftstellerin? Warum gerade Katja? Wie komme ich dazu?
Meine Antwort kurz und knapp: Durch Mund-aufmachen.
Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal beruflich in diese Richtung tendiere. Hätte nie gedacht, dass mir so etwas liegt. Klar schreibe ich schon lange Geschichten, aber ich hätte mir damals nie vorstellen können dass das klappt.
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Praktikumsbericht Kathi Mevissen

April 2008

Kathi_smallEs ist die Tram 19, Richtung Pasing, die mich zum Musenschloss fährt, drei Stationen. Zwei Wochen schreiben, nichts weiter, Buchpassagen schmieden und Bibliotheken umkrempeln, zwei Wochen nichts von alledem, was die Kunst des stillen Kämmerleins stört? Oder würde ich mich am Ende mit der Muse prügeln und mir ein Praktikum in der Sparkasse statt bei der freien Autorin Katja Brandis wünschen?
Nein, wirklich nicht.
Ich springe aus der Tram, Haltestelle Lohensteinstraße, nehme die paar Schritte, vorbei ein Ein- und Mehrfamilienhäusern mit spitzen Dächern und kleinen Gärten. Das stille Kämmerlein, hier in einem der Münchener Hübsch-Teile.
Mein Kämmerlein habe ich mir im Wohnzimmer aus Laptop, Ordnern, Heften, Nachschlagewerken, Papier, Papier und Papier gebaut. Links von mir dehnen sich die doppelbereihten Bücherregale an die Decke und es ist gar nicht so still. Ich höre Katja in der Nähe, die Musik, die sie beim Schreiben hört und trommle mit den Fingern über die Tastatur, kann mich nicht so recht entscheiden, wo im Gesicht Nanas seine Narbe tragen wird. Und raucht er jetzt, oder nicht? Was ist mit seiner letzten Liebschaft schief gegangen?
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Praktikumsbericht Bella Bönisch

März 2010

Schon immer war mein größter Wunsch, meinen Namen auf einem Buch geschrieben zu sehen – kurz, eine Autorin zu werden.

Vor einer schon etwas längeren Zeit kam einmal in einer Fragerunde die Frage nach dem Vorbild auf. Ganz stolz verkündete ich: „Mein Vorbild? Katja Brandis!“
Man sah mich mit großen Augen an, leider war ihnen Katja Brandis nicht bekannt.
Seit dem beschränke ich mich mit der Aussage: Ich will später mal Autorin werden.

Zu dem Praktikum bin ich über ein paar Ecken gekommen: meine beste Freundin ist eine ehemalige Praktikantin von Katja und, wie es im Leben eben ist, mit Beziehungen kommt man weit. Meine Freundin nahm mich zu einem Schreibworkshop von Katja mit, dort lernte ich sie ‚live’ kennen. Wir mailten etwas, ich machte Testleserin von „Elefanten-Tempel“ und traute mich anzufragen, ob ich denn ein Praktikum bei ihr machen könne.
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