Archiv der Kategorie: Fundgrube

Praktikumsbericht Casjen Griesel

Casjen Griesel

März 2021

Als ich letzten Sommer von Katja die Zusage für ein Praktikum im Frühjahr 2021 bekam, habe ich mich natürlich total gefreut – ganz besonders, weil ich mich schon das zweite Mal beworben hatte und es nun endlich klappen sollte. Als Anfang Februar dann klar wurde, dass es mir wegen der Pandemie nicht möglich sein würde, das Praktikum vor Ort durchzuführen, war ich natürlich ein bisschen traurig. Dafür habe ich aber die Möglichkeit bekommen, Katjas erster Video-Praktikant zu werden und das war auch ziemlich cool!

Zoom-Meetings und ständige online Kommunikation sind die meisten von uns ja mittlerweile schon gewöhnt. Vor Praktikumsbeginn hatte ich ein paar Bedenken, dass es etwas eintönig werden könnte, den ganzen Tag in meinem WG-Zimmer zu sitzen und die Aufgaben zu bearbeiten, die Katja mir stellen würde. Tatsächlich lief das Praktikum dann aber ziemlich cool ab und hat trotz der „Notlösung“ total viel Spaß gemacht!

Wie auch bei allen vorherigen Praktikant*innen betrug der Zeitraum zwei Wochen. Am Sonntag vor Praktikumsstart trafen wir uns abends per Zoom – Katja schickte mir vorher eine Liste mit meinen Aufgaben für die nächsten vierzehn Tage. Wir bequatschten alles und sprachen auch darüber, was ich mir für mein eigenes Romanprojekt vorgenommen hatte. Außerdem besprachen wir ein paar Termine, die ich trotz des online Formats wahrnehmen konnte.

Das Praktikum gestaltete sich dann so, dass ich in freier Zeiteinteilung drei Stunden pro Tag Katjas Aufgaben bearbeitete und drei Stunden pro Tag an meinem eigenen Projekt arbeiten konnte. Katja und ich standen per Mail in ständigem Austausch miteinander – ich schickte ihr jeden Tag meine erarbeiteten Ergebnisse und auch mal die ein oder andere Szene meines Romans. Immer um 17 Uhr trafen wir uns dann über Zoom, redeten über den Tag und besprachen, was ich Morgen machen würde. Ziemlich oft verquatschten wir uns dabei auch einfach so und tauschten uns über alle möglichen Dinge aus, denn obwohl die soziale Komponente über diese ganzen online Tools ja oft verloren geht, hatten wir damit zum Glück gar keine Probleme.

Katja ermöglichte es mir zusätzlich, einen Tag ein Video-Praktikum in ihrer Literaturagentur zu machen, wo ich ebenfalls der erste Video-Praktikant war. Mit einer Mitarbeiterin der Agentur sprach ich über zwei Stunden über das Agenturwesen und konnte alle Fragen loswerden, die ich so hatte – es war total spannend, mal so tiefgehende Einblicke zu bekommen! Außerdem durfte ich drei Exposés begutachten und mich mit Katjas Agenten per Zoom darüber austauschen.

Und auch sonst fühlte ich mich super eingebunden in Katjas Leben als Bestseller-Autorin. Schon am zweiten Abend meines Praktikums lernte ich zum Beispiel (natürlich auch online) eine Schreibgruppe kennen, die sie betreut, und bot für diese Gruppe im Laufe meines Praktikums dann sogar einen Schreibworkshop an. Und an einem anderen Abend lud sie mich zu einer online Lesung ein, zu der ich natürlich super gerne gekommen bin!

Natürlich habe ich bis zuletzt gehofft, dass es mir möglich sein würde, zu Katja zu fahren und sie und ihre Familie persönlich kennenzulernen – das werde ich aber hoffentlich irgendwann nachholen können. Allen, die zögern, sich zu bewerben, weil sie sich nicht vorstellen können, dass ein Video-Praktikum gut funktioniert und weil die Situation momentan so unsicher ist, möchte ich unbedingt ans Herz legen, es zu probieren. Ich habe auf jeden Fall total schöne und positive Erfahrungen damit gemacht und möchte die Zeit mit Katja absolut nicht missen!

Vielen Dank für all die lieben Worte, den tollen Austausch, die konstruktive Kritik, die neuen Erfahrungen und diese wunderbaren Erinnerungen, die ich sammeln durfte – und das obwohl ich währenddessen die ganze Zeit in meinem WG-Zimmer saß.

Praktikumsbericht Johanna Leikam

Oktober 2020

Johanna Leikam

Der Anfang ist immer der schwerste Teil einer Geschichte. Der Anfang darf nicht gut sein. Er muss perfekt sein. Denn nur dann besteht eine Chance, vielleicht nur eine klitzekleine, dass auch das Ende gelesen wird.

Ich habe mich immer um Anfänge gedrückt – wohlgesagt, das tue ich immer noch. Um den heißen Brei herum zu reden macht nämlich einfach viel mehr Spaß.

Vor drei Jahren schwirrte mir zum ersten Mal die Idee von einer Kanadierin namens Lilly durch den Kopf – damals war sie noch ein stinknormales Mädchen, ein schüchternes vielleicht, aber mit Abenteuern oder gar der Rettung der Welt hatte sie nichts am Hut.

Als ich Lilly besser kennenlernte, reichte es mir nicht mehr, einfach nur über sie nachzudenken. Ich wollte ihre Geschichte festhalten. Ich wollte sie lebendig machen. Und so begann ich zu schreiben.

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Praktikumsbericht Jasmin Roya Golami

Jasmin Roya Golami

Juli 2020

Die Zeit ist geradezu verflogen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich mit fast 14 Jahren meine Bewerbung schrieb und es kaum glauben konnte, als ich die Bestätigung bekam. (Da ich bei einem FanFiction-Wettbewerb unter die Top 5 gekommen bin, durfte ich mich schon mit 14 bewerben.) Ich glaube, alle im Haus haben gehört, wie sehr ich mich gefreut habe. (An dieser Stelle eine kurze Entschuldigung dafür.)
Gut, ich musste eineinhalb Jahre warten, bis ich hierher fuhr, damit es vom Zeitraum her passte. Aber Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude, nicht? Na ja, vielleicht wenn man mehr Geduld hat.
Jedenfalls war ich jetzt für fast zwei Wochen hier, heute reise ich schon wieder ab. Ich weiß, das steht vermutlich in allen Praktikumsberichten, aber ich werde es trotzdem schreiben: Es war wirklich super! Ich habe sehr viel gelernt über das Schreiben, das Leben als Autorin und vieles mehr. Inzwischen mache ich sogar Absätze. J
Katja und ihre Familie sind sehr nett und ich wurde freundlich aufgenommen. Ich hatte nichts Anderes erwartet, aber damit, dass sie so nett sind, hatte ich nicht gerechnet. Da war ich umsonst nervös. Es wurde nicht einmal ein Kommentar dazu gemacht, dass ich es die ganze Zeit über nicht geschafft habe, mein Brötchen vernünftig aufzuschneiden – oder meine Semmel, wie das hier heißt.
Vom Hostel aus bin ich mit dem von ihnen geliehenen Fahrrad hierher und nachmittags wieder zurück gefahren. Mit dem Wetter hatte ich echt Glück.
Meine Arbeitszeit war von 9 bis 15 Uhr, und ich durfte mir morgens aussuchen, welche Aufgaben ich an diesem Tag erledigen wollte.
In den Mittagspausen (es gab sogar extra etwas Veganes für mich!) sind viele Ideen für mein Projekt zusammen gekommen, das, als ich ankam, aus nur einer Figur bestand. Und als Katja netterweise meine ersten paar Szenen aus meinem neuen Roman für mich vorgelesen hat, habe ich immer sehr hilfreiches Feedback bekommen.

Die Aufgaben, die ich für das Praktikum bekommen habe, waren (fast) alle sehr interessant, und bis auf das Einscannen der vielen Leserbriefe habe ich sie gerne gemacht.
Ich hoffe, ich konnte zumindest ein bisschen helfen. Mit meiner Geschichte bin ich auf jeden Fall sehr viel weiter gekommen. Ich hoffe auch, dass ich mir alles merken kann, was ich hier gelernt habe.

Ich weiß nicht, was ich noch schreiben kann, ohne die anderen Praktikumsberichte zu wiederholen. Es war einfach super.
Was noch neu sein könnte: Sie hat auch sehr süße Katzen, die mich ab und zu besucht haben. Besonders Leon ist sehr verschmust. J

Ansonsten kann ich mich nur noch vielmals bedanken! Vielen Dank für alles!

Praktikumsbericht Lea Faiß

Lea Faiß

3-2020

Ich konnte mir am Anfang noch nicht so richtig vorstellen, was hier auf mich zukommt. Deswegen hoffe ich, dass ich euch da ein wenig weiterhelfen kann. Vorerst einmal: Ich hatte während meines Praktikums bei Katja viele besondere Termine und Ausflüge. So durfte ich Katja zum Beispiel in eine Reptilien-Auffangstation begleiten, und dort sogar eine junge Boa constrictor halten (siehe Foto). Auch wenn sie sich bei mir wohl nicht so wohl gefühlt hat, da sie, (wie man auf dem Foto sieht) immer von mir wegkriechen wollte. Aber vielleicht wird sie auch einfach nicht gerne fotografiert… Auf jeden Fall war das eine echt interessante Erfahrung und ich habe sehr viel Neues über Reptilien gelernt.

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Praktikumsbericht Sigrid Damgaard Christensen & Geertje Graehn

Juli 2019

Lachen, Tränen, schiefes Singen, inspirierende Gespräche und Nervenkitzel – was nicht so alles in einem kleinen Praktikantenzimmer in Olching vor sich geht. Dazu kommt natürlich noch das viele Getippsel – Fingermuskeltraining!

Zwei Wochen sind es nun, die an uns vorbeigeflogen sind, während wir bei Katja Brandis unser Autoren-Praktikum absolviert haben. Erste Person Plural, etwas ungewöhnlich für einen Praktikumsbericht. Aber das zu-zweit-Sein hat das Praktikum noch besonderer gemacht. Jedenfalls haben wir in den beiden Wochen bei Katja viel gelernt. Wir, das sind Sigrid und Geertje, ein Möchtegern-Autorenpaar aus dem Süden Dänemarks.

Wir wussten nicht ganz, was wir von einem Praktikum bei einer Autorin erwarten sollen. Wenn wir danach gefragt wurden, lautete die Antwort: „Keine Ahnung – wir sind gespannt!“ Und es hat sich definitiv gelohnt, sich auf dieses Abenteuer einzulassen und dafür den weiten Weg nach Bayern anzutreten. 10 Stunden Zugfahrt – damit halten wir bisher den Rekord für Praktikanten!

Gleich am ersten Tag durften wir Katja bei einer Lesung begleiten und erfahren, wie das alles so verläuft. In den nächsten Tagen haben wir kleine Aufgaben für sie erledigt – von eben mal zur Post laufen bis hin zum Entwickeln von Nebenpersonen für ihren neuen Roman. Und natürlich haben wir auch selber ganz viel geschrieben. Vier Kapitel an einem Tag ist unser Rekord, insgesamt sind über 20 neue Kapitel entstanden. Außerdem hat Katja uns geholfen, endlich dieses dumme Exposé zu schreiben und damit einen Schritt weiter in Richtung Veröffentlichung zu kommen.

Beim gemeinsamen Mittagessen wurden Texte diskutiert, neue Ideen besprochen und wir erfuhren mehr über das Leben als Vollzeit-Autorin. Oder wir haben versucht, unübersetzbare dänische Wörter zu erklären (schwierig). Auch Kater Leon kam dabei oft für eine Kuscheleinheit vorbei und hinterließ die Hälfte seines Fells bei uns – herzlichen Dank für das Souvenir.

Unsere Aufgaben waren vielfältig. Wir durften uns beim Videoschneiden versuchen, beim Entwickeln von Sagen und Mythen für eine neue Fantasykultur und beim Basteln von Fanartikeln. Wir haben (sehr schlechte) Witze über Menschen erfunden, wie die Alligatoren und Pythons in Seawalkers sie gerne machen und vieles mehr. Katja hat uns außerdem gezeigt, wie so ein Verlagsvertrag aussieht, eine Korrektur vom Lektor und ein Gespräch mit dem Agenten. Wie man eine Normseite einrichtet, wie ein Exposé aufgebaut ist.

Wir wissen jetzt viel mehr über den Beruf einer Autorin – und mit unserem eigenen Projekt sind wir ein gutes Stück weitergekommen. Wir hatten viel Spaß und haben viele neue Inputs bekommen. Also an alle, die nicht sicher sind, was sie bei so einem Praktikum erwartet: Lasst es einfach auf euch zukommen, ihr werdet nicht enttäuscht werden. Und euer Schreibprojekt, von dem im Alltag so vieles ablenkt, wird endlich einen Tritt in den Hintern bekommen.

Tak for alt, Katja!

 

Praktikumsbericht Clara Eckl

Clara Eckl

Februar 2019

,,Nur wer von Herzen negativ denkt, kann positiv überrascht sein” ist definitiv eines meiner Lieblingszitate von Albert Einstein. Warum? Wie ich finde, passt dieser Spruch perfekt zu meiner persönlichen Einstellung. Normalerweise gehe ich nämlich immer vom schlimmsten aus, damit ich a) nicht enttäuscht bin, wenn es tatsächlich eintritt oder b) mich total freuen kann, wenn etwas Positives passiert. So war es auch bei meiner Bewerbung für dieses Praktikum. Ich habe mich bemüht, mir keine allzu großen Hoffnungen zu machen, als ich dann aber die Zusage bekommen habe, war ich einfach nur sprachlos. Mindestens drei Mal habe ich die Mail gelesen, bis ich die gute Nachricht richtig begreifen konnte. Aber dann war ich einfach nur happy!

Am 18. Februar ging es dann endlich los. Zwar spielte die S-Bahn nicht von Anfang an mit und ich konnte erst um 9:30 in Olching sein, aber dort wurde ich nichtsdestotrotz mit offenen Armen empfangen. Ohne lange um den heißen Brei herumzureden, bekam ich meine Aufgaben für die Woche und konnte direkt loslegen.

Über diese war ich anfangs ein wenig überrascht, denn obwohl ich das schon auf der Homepage und in einigen älteren Praktikumsberichten gelesen hatte, wurde mir erst dann so richtig bewusst, wie viel Zeit ich zur Verfügung hatte, um an meinem eigenen Projekt weiterzuarbeiten. Und die anderen Aufgaben waren ebenso verbunden mit Kreativität und/oder wertvoller Erfahrung.

Egal ob es um das Erstellen von Nebencharakteren, das Feedback zu einer Lesung oder das Basteln von Woodwalkers-Ketten ging, alles war ebenso lehrreich wie interessant.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, war das Einscannen von zahlreichen Leserbriefen, weil es wirklich faszinierend war zu sehen, wie viel die Bücher den Lesern bedeuten und was sich da für eine treue Fangemeinde aufgebaut hat.

Und wenn ich nicht gerade auf diese Art und Weise beschäftigt war, ließ ich meine Gedanken und Finger tanzen. In dieser Woche war ich beim Schreiben so fokussiert wie noch nie und konnte meinen kreativen Ideen beinahe ununterbrochen freien Lauf lassen. Deswegen stand ich dann am Ende der Woche mit einem recht großen persönlichen Fortschritt und einem umfassenden Feedback da, das ich jetzt in meinen Ferien auf mein Projekt anwenden kann und werde.

Ich habe aber nicht nur so einiges über den Alltag eines Schriftstellers gelernt, sondern auch ziemlich viel über mich selbst. Meine Stärken, meine Schwächen, meine Grenzen. Was kann ich, was muss ich verbessern? Was das Schreiben angeht, habe ich meine Grenzen auf jeden Fall neu entdeckt, weil ich in der Woche meines Praktikums extrem viel Neues gemacht habe, von dem ich zum Teil auch niemals gedacht hätte, dass es mir so viel Spaß machen würde.

Außerdem kann ich mich jetzt auch joggend im Halbschlaf mitten im Nirgendwo zurechtfinden, wenn die S-Bahn mal einfach nicht mehr weiter fährt und ich bin mehrmals über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mich unterwegs mit ein paar Menschen unterhalten, obwohl ich mich das sonst niemals getraut hätte (an dieser Stelle hi an die nette Studentin mit den blauen Haaren 🙂 ).

Deswegen kann ich abschließend bloß sagen: Danke für alles und noch viel mehr!

 

Praktikumsbericht Lisa Mair

Oktober 2018

Freitag! Wow, ich sitze hier an meinem Schreibtisch und starre aus dem Fenster. Gerade habe ich mit Katja besprochen, was mich an meinem letzten Tag hier noch erwartet. Ich bin wirklich baff. Die Woche ist an mir vorbeigeflogen wie ein ICE mit Düsenantrieb. Das war mit Abstand die informationsreichste und hilfreichste Woche meines Lebens! Nie hätte ich gedacht, dass man bei einem Praktikum so unglaublich viel lernen kann!

Am Montag hat mich Katja herzlich bei sich aufgenommen. Sie hat mir alles gezeigt und mir einen Plan mit Aufgaben gegeben, die ich abarbeiten sollte. Ich muss gestehen, als ich am ersten Tag nach Hause gekommen bin, war ich leicht enttäuscht, weil ich mir nicht richtig sicher war, ob ich mir das so vorgestellt hatte, da ich auch ziemlich viel für mich allein arbeiten durfte, was ich bisher nicht gewohnt war. Aber dann bin ich meine Notizen durchgegangen, die ich im Laufe des Tages angefertigt habe und war positiv überrascht, wie viel ich von Katja gelernt habe. Zudem weiß ich jetzt, was es bedeutet, sich wirklich vier Stunden konzentriert hinter seinen Schreibtisch zu sitzen, alle Geräte um sich rum auszuschalten und sich nur auf seine Arbeit zu fokusieren. Danke Katja! Ohne dich, hätte ich diese Erfahrung vermutlich nie gemacht, wie es sich anfühlt, so produktiv und ganz auf sich gestellt zu sein!

Beim gemeinsamen Mittagessen habe ich unglaublich viel vom Alltag einer Autorin erfahren. Habe neue Erkenntnisse über Lesungen, das Schreiben allgemein, Verfilmungen und noch vieles mehr gesammelt. Zudem durfte ich ihr auch selbst geschriebene Texte von mir vorlesen und habe sofort Rückmeldung von ihr und ihrem Sohn bekommen. Sie haben mir gesagt, was sie gut fanden und was nicht und nicht nur so larifari, sondern auf eine Weise, dass ich wirklich etwas lernen konnte. Im Laufe der Woche hat mir Katja jeden Morgen neue Aufgaben gegeben, die ich für sie erledigen sollte. Ich durfte neue Figuren entwerfen, Haikus schreiben, über neue Schauplätze rescherchieren, Namen für Eisdrachen erfinden, Woodwalkersanhänger basteln, das Exposé ihres neuen Romans lesen und bewerten, ihre Briefe zur Post fahren, Brot kaufen und Rezensionen im Internet veröffentlichen. Zudem durfte ich hautnah miterleben, wie die Mail aus Hollywood eintraf, dass sie Interesse daran haben „Khyona“ zu verfilmen. Ist das nicht der Hammer?! Wir waren beide total perplex und mega happy! Ich habe mich so unglaublich für Katja gefreut!

Am Donnerstag haben wir zusammen einen neuen Youtube-Film gedreht. Das hat total viel Spaß gemacht, weil ich zuvor gar nicht wusste, auf was für kleine Details man da alles gucken muss!

Die andere Hälfte der Zeit stand mir zur Verfügung, um an meinen eigenen Projekten zu arbeiten und ich war jeden Abend erstaunt, wie gut ich vorangekommen bin!

Und jetzt ist es Freitag. Für heute stehen noch Katjas Probe der Vorlesung für die Frankfurter Buchmesse am Wochenende auf dem Plan und anschließend die Korrektur meines zweiten Manuskriptes. Alles in Allem weiß ich gar nicht, wie ich meine Gefühle und meinen unbeschreiblich großen Dank in Worte packen soll! Vermutlich gibt es dafür einfach keine Ausdruck. Dank Katja bin ich jetzt zu 100 Prozent überzeugt davon, dass Autorin der beste Beruf ist, den man haben kann und ich bin wieder neu fokussiert auf mein Ziel mit vielen neuen Tipps im Gepäck und einem neuen Schub Motivation! Ich weiß jetzt, dass wenn man etwas möchte, man Spaß daran hat und man nie aufhört seine Träume zu verfolgen, dann kann man seine Ziele erreichen. Dieses Wissen fühlt sich einfach nur total gut an. Katja hat mir gezeigt, dass mehr in mir steckt, als ich gedacht habe und ich werde diese Zeit hier echt vermissen! Am Liebsten würde ich noch auf ein halbes Jahr verlängern! Aber das geht natürlich nicht 😉 Mir steigen jetzt schon fast die Tränen in die Augen – oh Mann!

DANKE, DANKE, DANKE!

Praktikumsbericht Jessica Kottas

Jessica Kottas

September 2018

Ihr kennt das vielleicht, dieses Gefühl der Panik, wenn man ein Stück von sich selbst, von seiner Seele abgibt und jemanden anderen anvertraut – das ist für mich jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung, für die ich jede Menge Überwindung brauche.
Meine Schreibprojekte sind solche Dinge, die mir am Herzen liegen und deswegen nur sehr selten das Licht der Welt erblicken. Aber nach diesen wundervollen zwei Wochen Praktikum bei Katja Brandis kann ich sagen, dass ich über mich hinausgewachsen bin.

Immer, wenn ich ihr eine neue Probe meiner Schreibarbeit gab, zitterten mir danach die Hände; aber ich hätte mir keine bessere Autorin für diese Herausforderung aussuchen können.
Am Anfang meinte Katja zu mir, dass wir mein neues Exposé in der Luft zusammen zerreißen würden und obwohl ich davor erst so viel Angst hatte, hätte mir nichts besseres passieren können: Katja gab mir Tipps, sie fragte nach, sie diskutierte mit mir und half mir schließlich, auch auf mich selber ein bisschen stolz zu sein.

Kudos an Katja dafür, dass sie mir nie das Gefühl gegeben hat, ich würde irgendwelchen Müll von mir geben. Ich habe mich wirklich wohl bei ihr gefühlt und dadurch konnte ich sogar relativ schnell aus meiner Rolle als nervöses Wrack schlüpfen und ungehindert alles aufschreiben, was mir in den Sinn kam. Ich habe in der kurzen Zeit mehr und kreativer an meinem eigenen Projekt gearbeitet, als ich es je zuvor geschafft habe!

In meiner Zeit bei ihr durfte ich außerdem neue Exposés testlesen (wow!), mir selber weitere Figuren für „Khyona – Die Macht der Eisdrachen“ ausdenken (Wahnsinn!), ich habe Ketten für „Woodwalkers“ gebastelt und dafür einen neuen Rekord aufgestellt.
Schließlich habe ich sogar einen Youtube-Kanal für Katja erstellt, den ihr zusammen mit ihrem ersten Video hier (https://www.youtube.com/watch?v=XdcBU5ZhoyY&feature=youtu.be) finden könnt.

Egal, in welcher Hinsicht, ich wurde immer kreativ gefordert und ich hätte nicht mehr Spaß haben können. Zwischendurch, in den Mittagspausen, kamen wir dann alle zusammen, um uns das Essen schmecken zu lassen und dabei durfte ich Katja und ihre Familie auch persönlich ein bisschen besser kennenlernen. Dabei wurde dann auch noch kräftig über die vorangegangenen Aufgaben und deren Ergebnisse diskutiert, was ich auch als sehr lustig empfand.

Ihr seht, ich habe mich in diesen zwei Wochen in ganz verschiedenen Dinge geübt und ich kann nur eins sagen: Danke, für die wunderbaren Erlebnisse, für die aufschlussreichen und interessanten Gespräche, für alle deine Weisheiten und Erfahrungen, die du mit mir geteilt hast. Danke.

Ich werde auf jeden Fall einige der Praktiken, die ich hier gelernt habe, übernehmen und mit nach Hause bringen; sei es nun die ausführliche Charakterisierung von Figuren oder die Techniken, um einen guten Plot zustande zu bringen – ich konnte viel für meine Zukunft und alles was noch kommen wird mitnehmen. Wer weiß, vielleicht werdet ihr ja wirklich irgendwann etwas von mir lesen, etwas, von dem ich weiß, es wäre ohne diese zwei Wochen niemals so gut zustande gekommen.

Zum Schluss noch an euch, die ihr das lest und vielleicht selbst von einem Praktikum bei einer echten, erfahrenen Autorin, wie Katja träumt: Traut euch, eine Bewerbung zu schreiben. Ihr werdet mit neuen Erkenntnissen aus dieser Erfahrung hervorgehen, ihr werdet euch selber besser kennenlernen und ihr könnt neue Motivation sowie Kraft daraus ziehen. Es kann nur gut werden.
Und vor allem: Habt keine Angst, anderen eure Werke zu zeigen, so wie ich sie hatte; jegliche Kritik wird euch nur noch besser machen und helfen, den richtigen Weg für eure tolle Geschichte zu finden.

Viel Spaß an alle zukünftigen Schreiberlinge und Praktikanten!
Danke für die tolle Zeit!

Praktikumsbericht Monja Herold

März 2018

Jetzt sitze ich ihr, am vorletzten Tag, draußen ist ein Sonnenkuss-Tag (wie ich die Tage, an denen es sich anfühlt als ob die Sonne die Haut küsst, in meiner Geschichte gerne nenne). Mir kommt es vor als wäre es erst gestern gewesen, dass ich das Praktikum bei einer Autorin auf Katjas Internetseite entdeckt habe. Den ganzen Tag schreiben, kreativ sein, himmlisch habe ich mir das vorgestellt, und so ist es übrigens auch gewesen. Also wollte ich mich mit meiner ungewöhnlichen Geschichte bewerben. Ich hatte viel Bedenken, das wohl größte Problem war meines Erachtens mein Alter, mit 14 war ich noch viel zu jung, denn auf der Internetseite stand ganz klar, dass dieses Praktikum erst ab 16 ist. Als ich dann in einem anderen Praktikumsbericht auch noch las, dass ein anderer Bewerber es nicht geschafft hatte, wollte ich eigentlich aufgeben. Mein Papa redete mir so lange gut zu bis Ich meine Geschichte schließlich abschickte, an der Stelle, danke Papa, dass du immer so positiv gestimmt warst.

Ein paar Tage später hatte ich es tatsächlich geschafft, ich war angenommen und so glücklich. Dass das Praktikum in München war und damit ziemlich weit von meinem Zuhause in Düsseldorf entfernt, spielte zu diesem Zeitpunkt schon keine Rolle mehr. Meine ganze Familie unterstützte mich, wofür ich immer noch sehr dankbar bin, und schließlich hatten wir für diese zwei Wochen auch schon ein Ferienhaus gebucht.

Trotz der ganzen Vorfreude würde ich lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht aufgeregt war. Ich denke ich hatte wie jede Praktikantin vor mir dieselben Ängste. Ich hatte Angst, dass Katja mich nicht mögen würde (was sich im Nachhinein als vollkommen unnötig erwies), Angst, dass ihr vielleicht auch meine Geschichte letztendlich doch nicht gefallen würde oder, dass sie im Nachhinein vielleicht auch einfach mit meiner kompletten Arbeit nicht zufrieden wäre. Mit wackeligen Knien kam ich am ersten Tag hier an und bekam direkt mein eigenes Büro, lernte Katjas Sohn, ihren Mann und ihre drei Katzen kennen und anschließen gab sie mir ein paar Aufgaben die ich im Laufe der zwei Wochen bearbeiten sollte. Schnell wurde mir klar das alle meine Ängste unberechtigt waren, denn Katja ist wirklicher ein netter sympatischer Mensch.

Eifrig machte ich mich dran, zwischendurch wurde ich von dem lieben rotem Kater Leon besucht, der mich auch an meinen Kater Ginger erinnerte. Selten verirrte sich auch mal eine der anderen beiden Katzen zu mir, die wie auch Leon  immer mit Freude von mir empfangen wurden. Wenn Leon kam, legte er sich auf meinen Schoß und hörte mir endlos lange beim Tippen zu. Auch die Mittagspausen waren nie langweilig für mich, wir hatten immer genug zu besprechen. Manchmal las ich ihr meine Geschichte vor und sie kritisierte oder sagte was ihr gefiel, was mich unheimlich weiterbrachte und wodurch ich auch sicherer wurde. Denn schließlich ist Katja mit ihrem Bestseller Woodwalkers ein echter Profi und weiß was den Leuten gefällt und was nicht. Zweimal diente ich als Ersatzzuschauer ihrer Lesungen und lieferte ihr in den wichtigen Generalproben meine Meinung ab.

Die erste Woche verbrachte ich damit, Khyona (Meine Rezension dazu, findet ihr übrigens auch hier irgendwo), ein Buch von Katja was ich als eine der ersten Lesen durfte, da es erst im Juli diesen Jahres erscheinen wird, zu lesen. Als ich fertig war, noch vollkommen versunken in Isslar, die Welt in der Khyona spielt, half ich mit Nebenfiguren und Orte für den zweiten Band zu entwickeln. Auch diese besprachen wir dann gemeinsam in der Mittagspause und Katja erklärte was ihr gefiel und was nicht.

Natürlich wollte Katja auch, dass ich mit meinen eigenen Projekten weiterkahm und so schrieb ich ebenso an meinem eigenen Werk weiter. Sie half mir dabei meine eigenen Figuren noch besser kennenzulernen und noch mehr über sie nachzudenken. Ich bearbeitete diese Aufgaben ausführlich und so zogen sie sich auch in die zweite Woche. Kaum zu glauben, dass diese zwei Wochen, die mir anfangs noch so lange vorkamen, jetzt schon wieder vorbei sind, die Zeit vergeht so schnell.

Ich habe es also doch geschafft und das zeigt wieder, dass es sich lohnt für Träume zu kämpfen. Dieses außergewöhnliche  Praktikum ist wirklich eine einzigartige Chance die man so schnell nicht noch einmal bekommt und ich habe viel Brauchbares gelernt. Dafür wollte ich auch dir, Katja, noch mal danken, dass du mich trotz meines Alters genommen hast und mir so viel Neues beigebracht hast. Ich hoffe dir hat die Zeit mit mir gefallen. Denn mir hat sie wirklich sehr gefallen.

Praktikumsbericht Celine Schmidtke

Dezember 2017

Ich sitze an dem Holzschreibtisch, an dem viele Praktikanten vor mir schon gesessen sind. Durch das Fenster beobachte ich die Kinder, die draußen im gegenüberliegenden Kindergarten mit ihren Schneeanzügen durch den Garten hüpfen. Und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Ich erinnere mich an den ersten Tag, an dem ich glatt zu spät gekommen bin, weil es zum ersten Mal richtig geschneit hat und das S-Bahn-Netz völlig zusammengebrochen ist.  Ein grandioser Start, wirklich. Doch Katja und ihre Familie (inklusive ihrer Katzen) haben mich gleich vom ersten Tag an herzlich bei sich aufgenommen und so konnte es nur noch besser werden.

Ich erhielt eine Liste mit mehreren vielfältigen Aufgaben, die ich in den nächsten zwei Wochen erfüllen durfte. Das ging vom Recherchieren zu Übungen zum Thema Plotten über das Vorschlagen möglicher Ereignisse in Katjas neuem Kinderbuch bis hin zum Vorbereiten eines Wochenend-Schreibworkshops. Und nebenbei bastelte ich emsig an den Woodwalkers-Anhängern und durfte ein Handout zu ihrem Workshop aktualisieren. Also viel zu tun, aber es hat mir unglaublich Spaß gemacht und wieder gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir unsere Fantasie und Kreativität einsetzen sollten, wo immer es auch geht!

Doch Katja hat mich auch bei meinem eigenen Romanprojekt unterstützt. Sie half mir bei Schreibblockaden weiter, bastelte beim Mittagessen mit mir an meinen Figuren und dem Plot und lektorierte fleißig meinen Text. Mit ihrer Erfahrung gab sie mir nützliche Tipps an die Hand und brachte neue Ideen mit ein. Überaus motiviert, habe ich mich jeden Tag wieder (trotz frühem Aufstehen) auf das Praktikum gefreut und ich konnte es gar nicht erwarten, endlich an meinem Projekt weiter zu arbeiten.

Neben dem Schreiben und Katjas Aufgaben, durfte ich gleich am zweiten Tag die Agentur Rumler in München besuchen und wurde dort den ganzen Tag über mit Informationen über Autoren, Agenturen, Verlage und Vermarktung versorgt. Außerdem durfte ich eingeschickte Manuskripte lesen und zu ihnen ein Kurzgutachten erstellen. Alles in allem ein sehr spannender Tag!

Am Wochenende ging es schon weiter. Katja gab einen zweitägigen Workshop für Autoren zum Thema „Figur, Plot und Story“. Ich, die Praktikantin, saß zwischen einem Vollprofi wie Katja und mehreren Halbprofis, die alle kurz davor sind ein Buch zu veröffentlichen und durfte an den Übungen teilnehmen und bei der Besprechung der Projekte zuhören. Unglaublich viele Eindrücke, aber sehr interessant, vor allem aufgrund der unterschiedlichen Projekte und der unterschiedlichen Menschen!

In der zweiten Woche stand noch eine Lesung für die sechsten Klassen in einem Gymnasium an. Mindestens genauso gespannt wie die Kinder saß ich zwischen den Sechstklässlern und hörte Katjas tollem Vortrag zu und wie sie aus Woodwalkers vorlas.

Und nun ist es Freitagnachmittag, das Praktikum geht seinem Ende zu und ich bin zwar traurig aber sehr dankbar für diese tolle Zeit. Diese verging zwar wie im Flug, aber die vielen Eindrücke und Einblicke werden bleiben. Danke für diese zwei wundervollen Praktikumswochen!