Praktikumsbericht Monja Herold

März 2018

Jetzt sitze ich ihr, am vorletzten Tag, draußen ist ein Sonnenkuss-Tag (wie ich die Tage, an denen es sich anfühlt als ob die Sonne die Haut küsst, in meiner Geschichte gerne nenne). Mir kommt es vor als wäre es erst gestern gewesen, dass ich das Praktikum bei einer Autorin auf Katjas Internetseite entdeckt habe. Den ganzen Tag schreiben, kreativ sein, himmlisch habe ich mir das vorgestellt, und so ist es übrigens auch gewesen. Also wollte ich mich mit meiner ungewöhnlichen Geschichte bewerben. Ich hatte viel Bedenken, das wohl größte Problem war meines Erachtens mein Alter, mit 14 war ich noch viel zu jung, denn auf der Internetseite stand ganz klar, dass dieses Praktikum erst ab 16 ist. Als ich dann in einem anderen Praktikumsbericht auch noch las, dass ein anderer Bewerber es nicht geschafft hatte, wollte ich eigentlich aufgeben. Mein Papa redete mir so lange gut zu bis Ich meine Geschichte schließlich abschickte, an der Stelle, danke Papa, dass du immer so positiv gestimmt warst.

Ein paar Tage später hatte ich es tatsächlich geschafft, ich war angenommen und so glücklich. Dass das Praktikum in München war und damit ziemlich weit von meinem Zuhause in Düsseldorf entfernt, spielte zu diesem Zeitpunkt schon keine Rolle mehr. Meine ganze Familie unterstützte mich, wofür ich immer noch sehr dankbar bin, und schließlich hatten wir für diese zwei Wochen auch schon ein Ferienhaus gebucht.

Trotz der ganzen Vorfreude würde ich lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht aufgeregt war. Ich denke ich hatte wie jede Praktikantin vor mir dieselben Ängste. Ich hatte Angst, dass Katja mich nicht mögen würde (was sich im Nachhinein als vollkommen unnötig erwies), Angst, dass ihr vielleicht auch meine Geschichte letztendlich doch nicht gefallen würde oder, dass sie im Nachhinein vielleicht auch einfach mit meiner kompletten Arbeit nicht zufrieden wäre. Mit wackeligen Knien kam ich am ersten Tag hier an und bekam direkt mein eigenes Büro, lernte Katjas Sohn, ihren Mann und ihre drei Katzen kennen und anschließen gab sie mir ein paar Aufgaben die ich im Laufe der zwei Wochen bearbeiten sollte. Schnell wurde mir klar das alle meine Ängste unberechtigt waren, denn Katja ist wirklicher ein netter sympatischer Mensch.

Eifrig machte ich mich dran, zwischendurch wurde ich von dem lieben rotem Kater Leon besucht, der mich auch an meinen Kater Ginger erinnerte. Selten verirrte sich auch mal eine der anderen beiden Katzen zu mir, die wie auch Leon  immer mit Freude von mir empfangen wurden. Wenn Leon kam, legte er sich auf meinen Schoß und hörte mir endlos lange beim Tippen zu. Auch die Mittagspausen waren nie langweilig für mich, wir hatten immer genug zu besprechen. Manchmal las ich ihr meine Geschichte vor und sie kritisierte oder sagte was ihr gefiel, was mich unheimlich weiterbrachte und wodurch ich auch sicherer wurde. Denn schließlich ist Katja mit ihrem Bestseller Woodwalkers ein echter Profi und weiß was den Leuten gefällt und was nicht. Zweimal diente ich als Ersatzzuschauer ihrer Lesungen und lieferte ihr in den wichtigen Generalproben meine Meinung ab.

Die erste Woche verbrachte ich damit, Khyona (Meine Rezension dazu, findet ihr übrigens auch hier irgendwo), ein Buch von Katja was ich als eine der ersten Lesen durfte, da es erst im Juli diesen Jahres erscheinen wird, zu lesen. Als ich fertig war, noch vollkommen versunken in Isslar, die Welt in der Khyona spielt, half ich mit Nebenfiguren und Orte für den zweiten Band zu entwickeln. Auch diese besprachen wir dann gemeinsam in der Mittagspause und Katja erklärte was ihr gefiel und was nicht.

Natürlich wollte Katja auch, dass ich mit meinen eigenen Projekten weiterkahm und so schrieb ich ebenso an meinem eigenen Werk weiter. Sie half mir dabei meine eigenen Figuren noch besser kennenzulernen und noch mehr über sie nachzudenken. Ich bearbeitete diese Aufgaben ausführlich und so zogen sie sich auch in die zweite Woche. Kaum zu glauben, dass diese zwei Wochen, die mir anfangs noch so lange vorkamen, jetzt schon wieder vorbei sind, die Zeit vergeht so schnell.

Ich habe es also doch geschafft und das zeigt wieder, dass es sich lohnt für Träume zu kämpfen. Dieses außergewöhnliche  Praktikum ist wirklich eine einzigartige Chance die man so schnell nicht noch einmal bekommt und ich habe viel Brauchbares gelernt. Dafür wollte ich auch dir, Katja, noch mal danken, dass du mich trotz meines Alters genommen hast und mir so viel Neues beigebracht hast. Ich hoffe dir hat die Zeit mit mir gefallen. Denn mir hat sie wirklich sehr gefallen.

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