Praktikumsbericht Lisa Mair

Oktober 2018

Freitag! Wow, ich sitze hier an meinem Schreibtisch und starre aus dem Fenster. Gerade habe ich mit Katja besprochen, was mich an meinem letzten Tag hier noch erwartet. Ich bin wirklich baff. Die Woche ist an mir vorbeigeflogen wie ein ICE mit Düsenantrieb. Das war mit Abstand die informationsreichste und hilfreichste Woche meines Lebens! Nie hätte ich gedacht, dass man bei einem Praktikum so unglaublich viel lernen kann!

Am Montag hat mich Katja herzlich bei sich aufgenommen. Sie hat mir alles gezeigt und mir einen Plan mit Aufgaben gegeben, die ich abarbeiten sollte. Ich muss gestehen, als ich am ersten Tag nach Hause gekommen bin, war ich leicht enttäuscht, weil ich mir nicht richtig sicher war, ob ich mir das so vorgestellt hatte, da ich auch ziemlich viel für mich allein arbeiten durfte, was ich bisher nicht gewohnt war. Aber dann bin ich meine Notizen durchgegangen, die ich im Laufe des Tages angefertigt habe und war positiv überrascht, wie viel ich von Katja gelernt habe. Zudem weiß ich jetzt, was es bedeutet, sich wirklich vier Stunden konzentriert hinter seinen Schreibtisch zu sitzen, alle Geräte um sich rum auszuschalten und sich nur auf seine Arbeit zu fokusieren. Danke Katja! Ohne dich, hätte ich diese Erfahrung vermutlich nie gemacht, wie es sich anfühlt, so produktiv und ganz auf sich gestellt zu sein!

Beim gemeinsamen Mittagessen habe ich unglaublich viel vom Alltag einer Autorin erfahren. Habe neue Erkenntnisse über Lesungen, das Schreiben allgemein, Verfilmungen und noch vieles mehr gesammelt. Zudem durfte ich ihr auch selbst geschriebene Texte von mir vorlesen und habe sofort Rückmeldung von ihr und ihrem Sohn bekommen. Sie haben mir gesagt, was sie gut fanden und was nicht und nicht nur so larifari, sondern auf eine Weise, dass ich wirklich etwas lernen konnte. Im Laufe der Woche hat mir Katja jeden Morgen neue Aufgaben gegeben, die ich für sie erledigen sollte. Ich durfte neue Figuren entwerfen, Haikus schreiben, über neue Schauplätze rescherchieren, Namen für Eisdrachen erfinden, Woodwalkersanhänger basteln, das Exposé ihres neuen Romans lesen und bewerten, ihre Briefe zur Post fahren, Brot kaufen und Rezensionen im Internet veröffentlichen. Zudem durfte ich hautnah miterleben, wie die Mail aus Hollywood eintraf, dass sie Interesse daran haben „Khyona“ zu verfilmen. Ist das nicht der Hammer?! Wir waren beide total perplex und mega happy! Ich habe mich so unglaublich für Katja gefreut!

Am Donnerstag haben wir zusammen einen neuen Youtube-Film gedreht. Das hat total viel Spaß gemacht, weil ich zuvor gar nicht wusste, auf was für kleine Details man da alles gucken muss!

Die andere Hälfte der Zeit stand mir zur Verfügung, um an meinen eigenen Projekten zu arbeiten und ich war jeden Abend erstaunt, wie gut ich vorangekommen bin!

Und jetzt ist es Freitag. Für heute stehen noch Katjas Probe der Vorlesung für die Frankfurter Buchmesse am Wochenende auf dem Plan und anschließend die Korrektur meines zweiten Manuskriptes. Alles in Allem weiß ich gar nicht, wie ich meine Gefühle und meinen unbeschreiblich großen Dank in Worte packen soll! Vermutlich gibt es dafür einfach keine Ausdruck. Dank Katja bin ich jetzt zu 100 Prozent überzeugt davon, dass Autorin der beste Beruf ist, den man haben kann und ich bin wieder neu fokussiert auf mein Ziel mit vielen neuen Tipps im Gepäck und einem neuen Schub Motivation! Ich weiß jetzt, dass wenn man etwas möchte, man Spaß daran hat und man nie aufhört seine Träume zu verfolgen, dann kann man seine Ziele erreichen. Dieses Wissen fühlt sich einfach nur total gut an. Katja hat mir gezeigt, dass mehr in mir steckt, als ich gedacht habe und ich werde diese Zeit hier echt vermissen! Am Liebsten würde ich noch auf ein halbes Jahr verlängern! Aber das geht natürlich nicht 😉 Mir steigen jetzt schon fast die Tränen in die Augen – oh Mann!

DANKE, DANKE, DANKE!

2 Gedanken zu „Praktikumsbericht Lisa Mair“

  1. Liebe Lisa
    Das tönt nach einem tollen Erlebnis.
    Wie alt muss ich sein um ein Praktikum bei Katja zu machen, würde mich nähmlich sehr interessieren.
    Liebe Grüsse
    Adelina

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